1. FC Köln

Nach Ausschreitungen: UEFA leitet Ermittlungen gegen Köln und Nizza ein

Daniel Holfelder
Kölns Geschäftsführer Christian Keller kündigte für die Täter lebenslanges Stadionverbot an
Kölns Geschäftsführer Christian Keller kündigte für die Täter lebenslanges Stadionverbot an / NICOLAS TUCAT/GettyImages
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Die gewaltsamen Fan-Ausschreitungen mit 32 Verletzten vor der Conference-League-Partie bei OGC Nizza werden den 1. FC Köln noch längere Zeit beschäftigen. Die UEFA leitete inzwischen sowohl gegen den FC als auch gegen die Franzosen Ermittlungen ein.


Dem Kicker zufolge teilte die UEFA am Freitag mit, dass sie gegen beide Vereine ein Disziplinarverfahren eingeleitet hat. Im Zentrum der Ermittlungen stehen offiziell das "Werfen von Gegenständen", das "Abbrennen von Feuerwerkskörpern oder anderen Objekten" sowie weitere "Störungen durch Zuschauer". Nizza werden außerdem noch andere Verfehlungen vorgeworfen, etwa fehlendes Sicherheitspersonal.

FC und Kölner Polizei an Aufarbeitung beteiligt

Die Kölner Polizei wirkt mit einer eigens eingerichteten Ermittlungsgruppe aktiv an der Aufarbeitung mit und hat unter anderem ein Hinweisportal geschaltet, auf dem Zeugen Handy-Videos und -Bilder hochladen und zur Identifizierung der Täter beitragen können.

Auch der FC selbst beteiligt sich an der aktiven Aufarbeitung der Randale. Nach Angaben des Klubs gehe es darum, "Hintergründe zu recherchieren, Prozesse zu hinterfragen, unterschiedliche Perspektiven zu sammeln und mögliche Maßnahmen mit Sicherheitsbehörden und Verbänden abzustimmen." Zu diesem Zweck hätten bereits kurz nach Spielende entsprechende Untersuchungen begonnen. Außerdem habe der Klub Kontakt zu den relevanten Sicherheitsträgern, der UEFA und der Fanszene aufgenommen.

Dennoch können die Ermittlungen "über mehrere Wochen hinweg" andauern, warben die Kölner um Geduld. Geschäftsführer Christian Keller wiederholte abermals seinen Vorwurf an die französischen Verantwortlichen, wonach die Sicherheitsbehörden vor Ort und der OGC Nizza Warnungen des FC "nicht gehört hätten". "Mehrfach" sei von Kölner Seite "auf potenzielle Risiken und Lücken im Sicherheitskonzept hingewiesen" worden.

Die Täter erwartet derweil eine harte Strafe, wie Keller unmittelbar nach den Ausschreitungen ankündigte: "Sie dürfen nie, nie wieder ins Stadion kommen - zumindest nicht ins Kölner."


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