VfL Wolfsburg

Harte Aussagen: Niko Kovac spricht seinem Team die Klasse ab

Jan Kupitz
Niko Kovac mit Josip Brekalo
Niko Kovac mit Josip Brekalo / Boris Streubel/GettyImages
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Der VfL Wolfsburg hat einen üblen Fehlstart hingelegt und liegt nach sieben Spieltagen mit fünf Punkten auf dem vorletzten Platz. Niko Kovac steht dennoch nicht zur Debatte - dafür fand der Wölfe-Coach harte Worte in Richtung seiner Mannschaft.


Unmittelbar nach der Pleite bei Union Berlin, der bereits vierten der laufenden Saison, gab Jörg Schmadtke seinem Trainer Niko Kovac Rückendeckung und machte deutlich, dass es in der Autostadt keine Trainer-Diskussion gebe. Im Umkehrschluss heißt das natürlich auch, dass vor allem die Spieler in die Pflicht genommen werden - und die wurden von Kovac hart angezählt.

"Wir sind einfach nicht bereit, die Basics, die man im Fußball braucht, an den Tag zu legen. Das fehlt mir", monierte Kovac (via kicker). "Leidenschaft, Kameradschaft, die Mentalität und die Aufopferung" seien die angesprochenen Basics.

Als wäre das nicht schon hart genug, ging Kovac noch einen Schritt weiter und sprach seinem Team sogar die fußballerische Klasse ab. "Fußball ist Arbeit", so der 50-Jährige. "Vor allem, wenn du in anderen Sachen Defizite hast und limitierter bist." Rumms!

"Wir haben den Kader, den wir haben", führte er lapidar weiter aus.

Kovac betonte zudem, dass man aus dem Tabellenkeller nicht mit einem spielerischen Ansatz - in dem sein Team laut eigenen Worten ja ohnehin limitiert ist - herauskomme. "So kannst du kein Spiel gewinnen", haderte der Chefcoach, der stattdessen Tugenden wie Kampfgeist und Teamspirit forderte. "Das müssen wir an den Tag legen. Nicht nur einmal im Monat, sondern Woche für Woche."

Der 50-Jährige ist sich dennoch sicher, dass der VfL aus der Situation herauskomme. "Notfalls spielen mein Bruder und ich mit", witzelte er.

Ein schmaler Grat, auf dem sich Kovac mit solchen Aussagen bewegt. Seine Intention ist, die Spieler anzustacheln - doch die Gefahr, die Mannschaft zu verlieren und gegen sich aufzubringen, ist in solchen Situationen nicht weit entfernt.


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