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Real Madrid

"Audio-Gate" bei Real Madrid geht in nächste Runde: Jetzt ist sogar von Erpressung die Rede

Guido Müller
Wehrt sich nun juristisch gegen die Enthüllungen: Reals Präsident Florentino Pérez
Wehrt sich nun juristisch gegen die Enthüllungen: Reals Präsident Florentino Pérez / Soccrates Images/Getty Images
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Wie nicht anders zu erwarten war, geht die Affäre um die heimlich aufgenommenen Aussagen von Real-Präsident Florentino Pérez nun in ihre nächste Runde. Und es wird immer trüber: denn jetzt ist sogar von Erpressung die Rede.

Real spricht von Erpressung!

Wie der Radiosender Onda Cero in seinem Format El Transistor berichtet, soll der Journalist José Antonio Abellán in einem 2011 stattgefundenen Treffen mit dem damaligen Vize-Präsidenten des Klubs, Eduardo Fernández de Blas, versucht haben, zehn Millionen Euro zu erpressen.

Dies hat der Klub selbst heute Morgen auf seinem Twitter-Account bestätigt.

Bei Zahlung dieses Betrages soll Abellán im Gegenzug angeboten haben, die heimlich mitgeschnitten Audio-Aufnahmen verschwinden zu lassen. Der Klub ging auf diese Forderung jedoch nicht ein.

Ins Rollen gekommen war die ganze Affäre nach der Veröffentlichung der Mitschnitte durch die Online-Zeitung El Confidencial.

Pérez schaltet Anwalt ein!

Gegen diese Zeitung und gegen Abellán selbst hat Florentino Pérez bereits erste juristische Schritte unternommen und sämtliche einschlägigen Dokumente dem Madrider Anwalt Gonzálo Rodriguez Mourullo übergeben.

Abellán zeigt sich erstaunt!

Abellán hat bereits seinerseits auf die Twitter-Mitteilung des Klubs reagiert und über die gleiche Plattform geantwortet: "Ich bin mit John und Bruce, meinen Hündchen, in die Berge gefahren und sehe jetzt den ganzen Zirkus. Ich bin erstaunt. Alles was veröffentlicht wurde, steht bereits in meinem 2015 erschienenen Buch "Asalto al Real Madrid" ("Überfall auf Real Madrid"). Und Florentino gibt keine weiteren Erklärungen und will, dass man den, in seinen Augen, Überbringer der Botschaft tötet. Morgen berichte ich darüber in @LaJunglaRadio."

Das letzte Wort in dieser Affäre dürfte also noch längst nicht gesprochen sein.

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