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Atlético: Rückholaktion von Antoine Griezmann?

Guido Müller
Kehrt er zu Atlético Madrid zurück? Enrique Cerezo glaubt nicht dran!
Kehrt er zu Atlético Madrid zurück? Enrique Cerezo glaubt nicht dran! / Soccrates Images/Getty Images
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Atlético Madrid kann am kommenden Samstag (18.00 Uhr) bei Real Valladolid die spanische Meisterschaft unter Dach und Fach bringen. Klub-Präsident Enrique Cerezo stellte sich gestern dem Radio-Format El Larguero (Cadena SER) - und sprach dabei nicht nur vom zum Greifen nahen 11. Meistertitel der Colchoneros - sondern auch von einer möglichen Rückkehr des einstigen Publikumslieblings.


Fünf Jahre lang, von 2014 bis 2019, spielte Antoine Griezmann für die Rojiblancos - und kam dabei in 257 Pflichtspielen auf beachtliche 133 Tore (nebst 50 Vorlagen). Dann wechselte er gegen eine Rekord-Entschädigung von 120 Millionen Euro zum Liga-Rivalen FC Barcelona.

Dort jedoch konnte der 30-Jährige nie den Status aus seiner Zeit bei Atlético erreichen. Entsprechend hielten sich über die Jahre hinweg auch immer wieder Gerüchte um eine mögliche Rückholaktion des "verlorenen Sohnes". Bis heute.

"Jede Mannschaft wäre verrückt danach, Griezmann zu verpflichten!"

"Jede Mannschaft wäre verrückt danach, Griezmann zu verpflichten. Er ist ein wunderbarer Spieler und in der absoluten Elite. Hier bei uns hat er fantastische Saisons gespielt und ist zu dem Spieler geworden, der er heute ist. Hoffentlich gibt es irgendwann die Möglichkeit, ihn zurückzuholen", lobte Cerezo den Franzosen in höchsten Tönen (via marca.com). Um im selben Atemzug Zweifel an der Machbarkeit des Unternehmens anzumelden.

Enrique Cerezo
Träumt von der Meisterschaft - und von der Rückkehr von Antoine Griezmann: Atléticos Präsident Enrique Cerezo / Pablo Cuadra/Getty Images

"Ich glaube nicht, dass Barça ihn verkaufen will", zeigte sich Cerezo eher skeptisch. Diesen Zweifeln Cerezos wiederum hält der italienische Fußball-Reporter Fabrizio Romano entgegen, dass die Katalanen sehr wohl bereit seien, über einen Verkauf des Angreifers nachzudenken - wenn denn das Angebot stimmt!

Welche Höhe ein solch "stimmiges" Angebot denn haben müsste - darüber verliert Romano indes kein Wort.

Hoher zweistelliger Millionen-Betrag würde wohl fällig

Angesichts der 120 Millionen, die die Blaugrana vor zwei Jahren nach Madrid überwiesen, und eingedenk der Tatsache, dass Griezmanns Statistiken in Barcelona zwar gegenüber seiner Madrider Zeit nachgelassen haben, mit 50 Torbeteiligungen in 98 Spielen aber immer noch halbwegs akzeptabel sind, darf man von einem hohen zweistelligen Betrag ausgehen. Zumal der hochverschuldete FC Barcelona zur Zeit keinen Euro-Cent zu verschenken hat.

Unbestritten ist, dass Griezmann dem Team von Atlético sicherlich weiterhelfen würde. Denn neben Top-Torjäger Luis Suárez (20 Liga-Tore) fehlt den Madrilenen ein weiterer zuverlässig für Tore sorgender Stürmer.

Luis Suarez
Könnte einen torgefährlichen Sturmpartner neben sich gut gebrauchen: Atléticos Top-Torjäger Luis Suárez / Denis Doyle/Getty Images

Im internen Ranking liegen hinter Suárez Marcos Llorente und Angel Correa, die zusammen auf die Ausbeute des Uruguayers kommen. Llorente hat bislang zwölfmal getroffen, Correa acht Tore erzielt.

Paris St. Germain als ein mögliches alternatives Ziel von Griezmann, der im Profi-Bereich niemals in seinem Heimatland gespielt hat, soll Romanos Informationen zufolge für den Franzosen nicht in Frage kommen.

Kein Tausch zwischen João Félix und Antoine Griezmann

Einem von einigen katalonischen Gazetten ins Spiel gebrachten Spielertausch zwischen Griezmann und João Félix, den Atlético in besagtem Sommer 2019 als Nachfolger für den Franzosen für die Vereinsrekord-Ablöse von 127 Millionen Euro von Benfica verpflichtete, erteilte Cerezo, fast nebenbei, auch noch eine klare Absage.

"Es besteht absolut keine Möglichkeit, dass er uns verlässt. Er braucht zwar noch ein bisschen Anpassungszeit, aber sobald ihm der Durchbruch gelingt, wird er einer der wichtigsten Spieler der Welt sein."

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