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Ukrainer Tymoschtschuk bleibt bei Zenit - und erntet heftige Kritik

Daniel Holfelder
Anatolij Tymoschtschuk
Anatolij Tymoschtschuk / Chris Brunskill/Fantasista/GettyImages
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Ex-Bayern-Spieler Anatolij Tymoschtschuk arbeitet als Co-Trainer für den russischen Klub Zenit St.-Petersburg. Weil sich der Ukrainer bislang nicht öffentlich gegen die russische Invasion positioniert hat, erntet er nun heftige Kritik.


Ex-Kollege Yevgen Levchenko, mit dem Tymoschtschuk in der ukrainischen Nationalmannschaft aktiv war, hat einen offenen Brief an Tymoschtschuk geschrieben:

"Wir haben zusammen für dieselbe Mannschaft gespielt, haben dieses Trikot mit Stolz getragen, die Hymne gesungen, gewonnen und verloren. Bist du jetzt einfach still? Tolya, wie wirst du damit leben können?", wird Tymoschtschuk von seinem Landsmann darin gefragt. Weiter heißt es: "Tolya, wie kann das sein? Du kommst aus der Ukraine. Wie kannst du schweigen und weiter dort arbeiten?"

Tymoschtschuk, der von 2009 bis 2013 beim FC Bayern unter Vertrag stand, arbeitet seit 2016 als Co-Trainer für Zenit. Zuvor war er auch als Spieler für den russischen Spitzenklub aktiv.

Anders als andere ukrainische Profis und Funktionäre hat der 44-Jährige Russland bislang nicht verlassen und sich auch öffentlich nicht zum Krieg mit seinem Heimatland geäußert.

Zuletzt hatten etwa die Ukrainer Andreij Voronin (Co-Trainer bei Dynamo Moskau) oder Yaroslav Rakitskiy (Spieler bei Zenit St. Petersburg) ihre Jobs wegen des russischen Angriffs auf ihr Heimatland zurückgelassen.


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