Kein Bekenntnis gegen Russland: Ukrainischer Verband will Tymoschtschuk Lizenzen und Titel entziehen

Oscar Nolte
Anatolij Tymoschtschuk
Anatolij Tymoschtschuk / Chris Brunskill/Fantasista/GettyImages
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Anatolij Tymoschtschuk ist ukrainischer Rekordnationalspieler und gewann zahlreiche nationale Titel. Aufgrund seiner fehlenden Positionierung gegen Russland will der ukrainische Verband dem Ex-Münchner nun aber sämtliche Titel und Lizenzen entziehen.


Seit 2016 arbeitet Tymoschtschuk als Co-Trainer von Zenit St. Petersburg. Trotz des Krieges mit seinem Heimatland hat der ehemalige Bayern-Spieler seine Position bei dem russischen Top-Club noch nicht aufgegeben. Zudem gab es bisher kein klares Bekenntnis gegen die kriegerischen Handlungen Russlands seitens Tymoschtschuk.

Der ukrainische Verband verurteilt das scharf und denkt über empfindliche Konsequenzen nach. Tymoschtschuk sollen sämtliche nationale Titel (dreifacher Meister, dreifacher Pokalsieger, einmaliger Superpokalsieger) sowie seine Trainerlizenz entzogen werden.

Zudem möchte der Verband Tymoschtschuk aus dem Register ukrainischer Nationalspieler entfernen. Damit würde der 42-Jährige auch seinen Status als ukrainischer Rekordnationalspieler verlieren.

"Seit dem Beginn der militärischen Aggression Russland gegen die Ukraine hat sich Tymoschtschuk nicht nur nicht öffentlich dazu geäußert, sondern auch nicht seine Kooperation mit dem Team des Aggressors gestopppt", erklärte der Verband in einer Mitteilung. "Während ein anderer Ex-Klub, der FC Bayern München, Statements veröffentlicht und Aktionen zur Unterstützung der Ukraine startet, schweigt Tymoschtschuk weiter."

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