Blues zu Gast: Als Werder gegen Weltstars testete - Das machen die Chelsea-Profis heute

Marc Knieper
Eljero Elia und Co. übertrumpften den FC Chelsea mit 3:0
Eljero Elia und Co. übertrumpften den FC Chelsea mit 3:0 / TOBIAS SCHWARZ/GettyImages
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Sieben Jahre ist es mittlerweile her, da testete der SV Werder vor heimischer Kulisse und als krönenden Abschluss eines herrlichen "Tag der Fans" gegen den FC Chelsea. 3:0 gewannen die Hanseaten rund um Robin Dutt gegen das Team von José Mourinho. Retrospektiv ein Spiel gespickt mit Stars. Das machen die Chelsea-Profis heute.


Die Blues aus London zu Gast am Osterdeich: Für viele Werder-Fans auch 2014 kein alltägliches Erlebnis. Kein Wunder, dass die Grün-Weißen ihr Stadion in dieser Partie nahezu gänzlich füllten. Denn zuvor war der FC Chelsea im Jahr 2006 für das Gruppen-Rückspiel der Champions League nach Bremen gereist. Das Ergebnis? 1:0 für Werder.

Ein Sieg sollte sich auch im Freundschaftsspiel am 3. August 2014 wiederholen. Die Elfmeter von Eljero Elia (20.) sowie Felix Kroos (89.) und das Kopfballtor von Ludovic Obraniak (37.) nach Fritz-Flanke sorgten für den unangefochtenen Heimerfolg über das Londoner Star-Ensemble. Ein Ensemble, das es vor allem retrospektiv absolut in sich hatte.

Courtois, Salah und Co. unterliegen in Bremen

Der damals vierfache englische Meister war bis auf Weltmeister André Schürrle, der noch im Urlaub verweilte, in Bestbesetzung an die Weser gereist. Mourinho schickte seine wertvollen Neuzugänge Cesc Fabregas (kam für 33 Mio. Euro von Barça) und Diego Costa (für 38 Mio. Euro von Atlético) von Beginn an auf das Feld.

Werder Bremen gegen FC Chelsea 3:0
Marnon Busch im Duell mit Eden Hazard / TOBIAS SCHWARZ/GettyImages

Thibaut Courtois hütete erstmals das Chelsea-Tor und feierte somit nach dreijähriger Leihe an Atlético Madrid sein Debüt für den Premier-League-Klub. In der zweiten Hälfte übernahm Petr Cech, der Mann mit dem Helm. Ansonsten auf dem Feld: Kapitän und Vereinslegende John Terry, gestandene Spiele wie César Azpilicueta und Eden Hazard sowie abgezockte Stürmer à la Fernando Torres, Diego Costa und Didier Drogba.

Der SVW blieb davon unbeeindruckt und ließ in persona Clemens Fritz, Zlatko Junuzovic, Franco Di Santo, Theodor Gebre Selassie und Co. rein gar nichts anbrennen. Elia und Fin Bartels (damals übrigens noch ohne graue Haare) wirbelten quirlig und voller Spielfreude über die Außenbahnen und ließen auf der anderen Seite langsam aufstrebende Youngsters wie etwa Mohamed Salah alt aussehen.

Das machen die Chelsea-Stars heute:

Courtois: Mittlerweile hütet der belgische Keeper aus dem All-Star Team der Weltmeisterschaft 2018 das Tor von Real Madrid. 35 Millionen Euro kostete die Verpflichtung des 29-Jährigen im Anschluss an die WM.

Cech: Der tschechische Rekord-Nationalspieler unterschrieb unmittelbar nach seinem Karriereende im Jahr 2019 einen Vertrag bei Guildford Phoenix. Hört sich nach einem unterklassigen Verein in England an, richtig. Guildford spielt in der vierten Liga. Aber - und hier ist der Haken: Nicht etwa im Fußball, sondern im Eishockey.

Terry: Chelsea-Legende Terry (über 20 Jahre im Klub) fungierte die vergangenen (fast) drei Jahre als Co-Trainer bei Aston Villa und möchte künftig womöglich den nächsten Step gehen. Einige Medien spekulieren über ein potenzielles (wenn auch unwahrscheinliches) Engagement bei Neureich-Klub Newcastle United.

Torres: Der Pokalschrank des 37-Jährigen quillt beinahe über. Im Mai 2013 war der Spanier zur selben Zeit Weltmeister, Europameister, Champions-League- und Europa-League-Sieger. Mittlerweile ist er Co-Trainer bei der U19 seines Jugendklubs Atlético Madrid.

Mohamed Salah beim FC Chelsea
Damals noch unterm Radar, heute für den Ballon d'Or nominiert: Mohamed Salah im Chelsea-Dress / Richard Heathcote/GettyImages

Fabregas: Der 34-Jährige kickt noch immer gegen den Ball. Bei der AS Monaco in Ligue 1 erhält er aber (auch wegen seiner Verletzungsanfälligkeit) nur noch Kurzeinsätze im zentralen Mittelfeld.

Salah: Damals noch recht unbekannt, in diesem Jahr für den Ballon d'Or nominiert: Liverpool-Leistungsträger Mohamed Salah huschte am 3. August 2014 ebenfalls über das Bremer Grün. Sein vollständiges Potenzial entfaltet das ägyptische Wunderkind erst seit seiner Ankunft bei Jürgen Klopp und den Seinen.

Costa: Nach acht Monaten der Vereinslosigkeit kehrte Costa im Sommer dieses Jahres nach 15-jähriger Abstinenz zurück in seine Heimat, nach Brasilien. Bei Atlético Mineiro bildet der 32-Jährige gemeinsam mit Hulk und Eduardo Vargas ein namhaftes Sturmtrio. Für den FC Chelsea kickte er von 2014 bis 2018 und schoss dabei 58 Tore in 120 Spielen.

Drogba: Er ist nicht nur Chelseas bester ausländischer Torschütze aller Zeiten, sondern darüber hinaus Rekordtorschütze seines Landes, der Elfenbeinküste. Seit Ende 2018 hängen Drogbas Stiefel allerdings am Nagel. Seine Karriere ließ der Ivorer satte dreieinhalb Jahre in der amerikanischen MLS ausklingen.

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