Alexander Nübel über FC Bayern und Monaco-Leihe: "Würde alles noch einmal so machen"

Yannik Möller
Alexander Nübel spielt zurzeit für Monaco
Alexander Nübel spielt zurzeit für Monaco / Jonathan Moscrop/GettyImages
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Alexander Nübel wurde für zwei Spielzeiten vom FC Bayern an AS Monaco ausgeliehen. Der Keeper hat schon jetzt seine mittelfristige Rückkehr vor Augen und betont die Richtigkeit des Wechsels nach München. Er würde alles noch einmal so machen.


Aufgrund viel zu geringer Aussichten auf Spielpraxis musste Alexander Nübel das Abenteuer FC Bayern vorerst ad acta legen. An Manuel Neuer kam er natürlich nicht vorbei und selbst die vermeintlich versprochene Spielzeit bekam er nicht. Seit ein paar Monaten spielt er nun leihweise für Monaco - die Leihe soll bis zum Sommer 2023 laufen.

"Ich spiele zweimal pro Woche auf sehr hohem Niveau, das war mein Ziel", zog er im kicker-Interview schon jetzt ein positives Fazit zur Leihe. Zwar gebe es durch die Sprachbarriere noch das ein oder andere kleine Problem, doch habe viel für Monaco und die Ligue 1 gesprochen. "AS ist ein großer Verein in Frankreich und das neue Trainingsgelände ist absolut top. Das Management hat mich überzeugt, Niko Kovac als Trainer und die Aussicht auf eine andere Liga", so der 25-Jährige.

Bayern-Rückkehr für Nübel nur unter gewissen Bedingungen: Mehrere Modelle denkbar

Nichtsdestotrotz liegt der Fokus selbstredend auf der anvisierten Rückkehr nach München. Den Karriereplan mitsamt dieses Wechsels habe er "bis jetzt noch nicht" angezweifelt: "Und ich habe ja noch genug Zeit, für Bayern Spiele zu machen." Beim Rekordmeister ist sein Vertrag bis 2025 datiert.

Für das Leihende stellte Nübel aber schon jetzt Bedingungen auf: "Was ich mir nicht mehr vorstellen kann, ist zurückzukommen und nicht mehr Spiele zu bekommen. Das schließe ich aus. Was [Manuel Neuer] über 2023 hinaus macht, darauf werde ich reagieren, wenn es soweit ist." Im Klartext: er wird sich nicht noch einmal auf die Bank setzen - das Ziel ist der Stammplatz im Tor - oder zumindest eine Art Job-Sharing mit Neuer.

Dafür verwies er auf die Keeper-Situation beim FC Barcelona, als Marc-Andre ter Stegen zu den Katalanen wechselte. Dieser spielte zunächst im Pokal und der Königsklasse, Claudio Bravo in der Liga. "Ich hätte dann auf jeden Fall mehr als vier Spiele. Es gibt mehrere Modelle. Etwas anderes, als auf mehr Spiele zu kommen, kommt für mich aber sicher nicht mehr infrage", führte er weiter aus.

Auch ein vorzeitiges Ende der Leihe ist für ihn derzeit kein Thema. "Ich sehe nichts anderes und der FC Bayern auch nicht", so Nübel, der vom Dasein als Nummer eins in den letzten Wochen sichtbar zehrt.

FCB-Wechsel "ein sinnvoller Schritt" - schwere Zeit durch Schalke-Abschied

Rückblickend bleibt er aber dabei: der Wechsel zum FCB war und bleibt die richtige Entscheidung. Die vielen warnenden Stimmen, sowohl seitens der Fans als auch von Funktionären und Ex-Spielern waren ihm egal: "Keiner dieser sogenannten Experten kennt mich persönlich, um zu wissen, was ich will. Für mich war der Wechsel nach München ein sinnvoller Schritt, sonst hätte ich ihn nicht getan." Auf Nachfrage bestätigt er: "Ja, ich würde alles noch einmal so machen."

Alexander Nubel
Der Abschied von Schalke lief nicht harmonisch ab / Soccrates Images/GettyImages

Bald ist es anderthalb Jahre her, dass er Schalke 04 verlassen hatte. Der Klub, bei dem er fünf Jahre war, hatte versucht ihm alles mögliche vor die Füße zu legen: vom außergewöhnlich guten Gehalt bis hin zum Kapitänsamt. Wirkungslose Maßnahmen, die gepaart mit einigen unsicheren Spielen für schlechte Stimmung sorgten.

"Heute helfen mir diese Erfahrungen weiter", erklärte er rückblickend. "Damals war es schwer einzuschätzen, dass mich diese Erfahrung stärker machen würde. Es war sehr hart, vor allem für meine Familie, die damit nicht umgehen konnte. Mich zog das noch mehr runter. Es gab Kommentare gegen meinen Vater auf der Arbeit, die mediale Aufbereitung war schon erstaunlich."

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