AC Mailand

Milan-Verteidiger Caldara zum FC Venedig

Jan Kupitz
Mattia Caldara verlässt Milan erneut
Mattia Caldara verlässt Milan erneut / Claudio Villa/Getty Images
facebooktwitterreddit

Mattia Caldara wird die AC Mailand in diesem Sommer erneut verlassen. Nachdem er in den vergangenen eineinhalb Jahren an Atalanta Bergamo verliehen gewesen war, soll und will er sich nun beim FC Venedig probieren.


Mit Pauken und Trompeten gab Milan im Sommer 2018 die Verpflichtung von Mattia Caldara bekannt, der im Zuge der Bonucci-Rückkehr zu Juventus Turin zu den Rossoneri gestoßen war. Der Italiener galt zu damaligen Zeitpunkt als einer der vielversprechendsten Verteidiger der Serie A und sollte mit Alessio Romagnoli auf viele Jahre ein Abwehrbollwerk bilden. So die Idee.

Doch die Realität sah ganz anders aus. Zwei schwere Verletzungen (Achillessehne und Kreuzband) machten Caldara während seiner Zeit bei Milan zu schaffen - erholen konnte er sich davon nicht. Bei den Rossoneri war er in der Folge komplett außen vor und ohne Aussicht auf Einsätze.

Im Winter 2020 klopfte schließlich sein Ex-Klub Atalanta Bergamo, wo sein Stern einst aufgegangen war, bei Milan an und sicherte sich den Verteidiger auf Leihbasis. Caldara und die Bergamaschi hofften, dass er an seiner alten Wirkungsstätte wieder in Form kommen könnte - der Verteidiger erklärte, er brauchte diesen Tapetenwechsel, um seiner dunklen Zeit in Mailand (auf seine Verletzungshistorie bezogen) zu entfliehen.

Doch auch bei La Dea lief es nicht wie gewünscht für den 27-Jährigen. War er in der Rückrunde der Saison 19/20 noch häufiger in der Startelf Bergamos zu finden, so war die letzte Spielzeit ein komplettes Desaster. Wettbewerbsübergreifend kam Caldara nur 130 Minuten (!) zum Einsatz, erneut machten ihm Verletzungsprobleme (an der Patellasehne) zu schaffen.

Atalanta verzichtete darauf, Caldara in diesem Sommer fest unter Vertrag zu nehmen und schickte den Verteidiger zur AC Milan zurück. Dort plant man jedoch auch ohne ihn, weshalb nun der FC Venedig zuschnappt. Laut übereinstimmenden Medienberichten aus Italien wird der Italiener für ein Jahr an den Serie-A-Aufsteiger verliehen, der Deal wurde am gestrigen Dienstag festgezurrt.

MilanNews berichtet, dass Venedig im kommenden Sommer eine Kaufoption in Höhe von vier Millionen Euro besitzt. Angebote von Cagliari und Sampdoria lehnte der Italiener demnach ab, weil er beim Aufsteiger die besten Chancen auf regelmäßige Spielpraxis sah.

Es wäre Caldara zu wünschen, dass er die neue Saison endlich einmal ohne größere Verletzungen absolvieren kann.

facebooktwitterreddit