Bundesliga

Nach HSV-Aus ohne Verein: Aaron Hunt beendet Karriere

Jan Kupitz
Aaron Hunt
Aaron Hunt / Martin Rose/GettyImages
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Aaron Hunt beendet seine aktive Karriere! Weil er nach seinem Aus beim HSV keinen neuen Verein fand, hat er sich dazu entschlossen, die Schuhe an den Nagel zu hängen.


In der Bundesliga ist Aaron Hunt ein bekanntes Gesicht. Insgesamt 304-mal lief er im deutschen Oberhaus für Werder Bremen, den VfL Wolfsburg und Hamburger SV auf, kam dabei auf 56 Tore und 47 Vorlagen. Den Rothosen hielt er auch nach dem Abstieg in Liga zwei die Treue, ehe er sich mit dem HSV im vergangenen Sommer nach sechs gemeinsamen Jahren auf eine Trennung einigte - sein Vertrag wurde nicht verlängert.

Seitdem war der mittlerweile 35-Jährige ohne neuen Klub. Hunt hielt sich privat fit, kam jedoch nirgendwo unter. Nun fasste er den Entschluss, seine Karriere offiziell zu beenden. "Ich mache Schluss. Ich habe mich entschieden, dass ich nicht mehr spiele", erklärte der Linksfuß gegenüber der Bild.

Hunt ergänzte, dass er zwar "einige Möglichkeiten" gehabt habe, einen neuen Vertrag zu unterschreiben. "Aber am Ende hat es nicht so recht gepasst. Es ergibt keinen Sinn, ein weiteres halbes Jahr zu warten. Das Thema Profi-Fußball ist für mich abgeschlossen."

Die größten Erfolge seiner Laufbahn hatte Hunt im DFB-Pokal, den er 2009 (mit Werder) und 2015 (mit Wolfsburg) gewinnen konnte. "Ich hatte eine lange, schöne Karriere gehabt", erläuterte er. "Und 35 ist auch ein Alter, wo man schon mal mit dem Kicken aufhören kann. Ich bin zufrieden. Das Einzige, was mir im Moment ein wenig fehlt, sind die Spiele am Wochenende unter Wettkampf-Bedingungen. Darauf hatte ich in meiner Laufbahn am allermeisten Bock."

Neben den Pokalerfolgen denkt Hunt, der dreimal für die deutsche Nationalmannschaft im Einsatz war, auch gerne "an das Uefa-Cup-Finale gegen Donezk mit Bremen oder mein Tor in der Champions League gegen Real Madrid" zurück.

Den Abstieg mit dem HSV bezeichnete er dagegen als Tiefpunkt seiner Karriere. "Und, dass ich es mit dem Team nicht geschafft habe, in die erste Liga zurückzukehren."

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