Wer weiß? Wenn die Coronakrise uns nicht erwischt hätte, würde ich heute vielleicht über ein wahnsinnig spannendes Champions-League-Viertelfinal-Rückspiel zwischen ​Bayern München und ​Real Madrid schreiben. Doch daraus wurde ja bekanntlich nichts. Aus ihren jeweiligen Büroetagen heraus "bekämpfen" sich diese beiden Klubs jedoch weiterhin. Jetzt geht es um einen Spieler von RB Leipzig.


Dayot Upamecano steht natürlich nicht nur bei den Spaniern und in Deutschland hoch im Kurs. Auch in der englischen Premier League soll es zahlreiche Prätendenten geben. De facto wurde der FC Arsenal im letzten Sommer als aussichtsreichster Kandidat im Rennen um den kantigen Innenverteidiger genannt. 


Doch die aktuelle Spielzeit hat gezeigt, dass der Spieler für die Gunners mittlerweile "zu groß" geworden ist. Zumal die Londoner im kommenden Jahr möglicherweise gar nicht an der für jeden Spieler reizvollen Champions League teilnehmen werden. Dementsprechend hat sich das Epizentrum der Anwärter mittlerweile etwas verschoben in Richtung Klubs, die noch ein paar Stufen über den von Mikel Arteta trainierten Kanonieren angesiedelt sind. 


FC Bayern bietet Stammplatz-Garantie, Real sein Flair


Bayern München und Real Madrid sollen dabei, der spanischen as zufolge, die am besten positionierten sein. Für die Bayern spreche in diesem Zusammenhang der Umstand, dass sich Upamecano nicht wieder neu in ein Land und seine Liga eingewöhnen muss. Zudem sollen die Münchener dem Franzosen eine Art Stammelf-Garantie zugesichert haben (bleibt die Frage wie das nach der Rückkehr von Niklas Süle aussehen soll).


Auch der Preis wäre für die Süddeutschen wohl keine große Hürde. Die Ausstiegsklausel für den 21-Jährigen soll bei rund 60 Millionen Euro liegen. Peanuts für die Macher von der Säbener Straße. Trotz Corona. Und gerade wegen Corona könnte dieser Betrag auch noch gesenkt werden. 


Die Argumente pro Real Madrid wiederum sind dieselben, wie in den vergangenen Jahren auch: ein charismatischer und allseits bewunderter Trainer (dazu noch Franzose!), der den Spieler sehr hoch schätzt und ihn wohl auch liebend gerne verpflichten würde. Und der erfolgreichste Klub auf internationaler Ebene, sowohl gesamthistorisch, als auch auf die letzten fünf Jahre bezogen. Normalerweise brauchen die Spanier nicht laut zu rufen, um ihre Transferziele zu erreichen.


Upamecano erbittet sich Bedenkzeit


Der Spieler selbst scheint die Entscheidung aber noch nicht getroffen zu haben und soll sich, dem genannten Blatt zufolge, noch ein wenig Bedenkzeit auserbeten haben. Das Duell zwischen Real Madrid und Bayern München geht wohl deshalb demnächst, wenn auch nicht auf dem grünen Rasen, in seine nächste Runde.