Coronakrise: Neue Regeln für die Bundesliga-Schiedsrichter

Janne Negelen
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​In wenigen Wochen ist die Wiederaufnahme des ​Bundesliga-Spielbetriebs angesetzt. Unter vielen Vorsichtsmaßnahme soll der Ball dann wieder rollen. Auch für die Schiedsrichter wird sich einiges ändern.

Nach einer langen Zwangspause könnte es Anfang Mai wieder soweit sein. Die Bundesliga soll in den Saisonendspurt starten. Dazu bräuchte es allerdings einige Auflagen, die den Schutz für die Beteiligten gewährleisten. Für die Offiziellen muss dieser ebenfalls sichergestellt werden. Der DFB beschloss deshalb einige Neuerungen.

Die Bild berichtet von einer Geheimkonferenz, in der unter anderem DFB-Direktorin Heike Ullrich und Schiedsrichterboss Lutz Fröhlich teilnahmen. Die eingerichteten Sonderregeln bedeuten für die Schiedsrichter bis zum Ende der Saison einige Umstellungen.

Übernachtungsverbot und freiwilliges Pfeifen

Speziell eine Neuheit soll das Risiko mindern. Demnach dürfen Schiedsrichter nun auch Paarungen in ihrem direkten Umkreis leiten. Bisher sollte ausgeschlossen werden, dass die Unparteiischen regionale Vereine bevorzugen könnten. Da das Reisen mit Flugzeug und Bahn nun aber Gefahr birgt, sollen die Offiziellen mit kurzen Anfahrtswegen geschützt werden.

Dahingehend wird für die Schiris auch aufgehoben, dass sie bereits ein Tag vor dem Spiel anreisen müssen. Auch Übernachtungen in Hotels und damit einhergehende Kontakte sollen so auf das Minimum reduziert werden. Ebenfalls werden bundesweite Tests eingeführt, die für alle Schiedsrichter verpflichtend sind. Im Ernstfall können weitere Infektionen durch den Einsatz einer Vertretung verhindert werden.

Für die Bundesliga-Schiedsrichter gelten einige neue Sicherheitsmaßnahmen

Für den Videokeller wird sich ebenfalls einiges ändern. So sollen Plexiglasscheiben zwischen den Arbeitsplätzen angebracht werden. Auch über eine Mundschutzpflicht wird weiterhin diskutiert. Für die Schiedsrichter, die sich zu diesem Dienst in Köln einfinden, sind dazu mehrere Einsätze an einem Wochenende geplant. All dies dient der Einschränkung von Kontakten und der Gesundheit aller Beteiligten.

Die wohl wichtigste Sonderregel für die Offiziellen ist die Aufhebung des Zwangs, ein Bundesligaspiel zu leiten. Nur in Krankheitsfällen oder anderen Vorkommnissen war eine Absage einer Ansetzung bisher gestattet. Nun darf jeder Unparteiische selbst entscheiden, ob er eine Partie pfeifen möchte oder eben nicht. Nur unter diesem besonderen Schutz für die Schiedsrichter ist eine Wiederaufnahme der Saison letztendlich möglich.

Alle Neuerungen im Überblick

Bundesliga-Schiedsrichter dürfen nun auch Spiele in der Nähe ihres Wohnortes leiten​.Die Schiedsrichter dürfen nun erst am Spieltag und mit eigenem Auto anreisen.Einen Tag vor jeder Partie werden alle angesetzten Schiedsrichter auf das Virus getestet.​​Im Videokeller sollen Plexiglasscheiben und weniger Personal für eingeschränkte Kontakte sorgen.Schiedsrichter-Beobachter bewerten die Leistung fortan nicht mehr im Stadion.Das Leiten einer Partie wird den Schiedsrichtern auf freiwilliger Basis überlassen.

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