Kai Havertz hat keinen Bock auf den FC Bayern! 


Diese Meldung kommt ein wenig überraschend, da der deutsche Nationalspieler doch neben Leroy Sané als der Wunschkandidat des Rekordmeisters gilt. Und dem Lockruf des FC Bayern konnte in der Vergangenheit (fast) kein aufstrebender Bundesligaspieler widerstehen. Bei Havertz ist es jedoch anders. Behauptet jedenfalls der kicker.


Das Fachmagazin erklärt in seiner Printausgabe (Donnerstag), dass der FC Bayern längst nicht das Wunschziel des 20-Jährigen ist​. Obwohl in den vergangenen Wochen "diverse Insider der Branche" (O-Ton kicker) genau das Gegenteil behaupteten.


Havertz hat keine Lust auf die "Ellbogengesellschaft" beim FC Bayern


Doch wie kommt der kicker zu dieser Behauptung?


Im Bericht heißt es, dass Havertz die "Münchener Ellbogengesellschaft, in der auch außerhalb des Platzes dauernd Positionierungskämpfe laufen," nicht mag und den deutschen Rekordmeister daher definitiv nicht "als Wunschziel" benannt hat. Als Beispiel wird Havertz-Kumpel Leon Goretzka aufgeführt, der als deutlich selbstbewusster gilt, sich beim ​FC Bayern dennoch nicht wirklich durchsetzen kann.


An dieser Stelle seien aber zwei Sachen unsererseits erwähnt: Zum einen sollte man - bei allem Respekt - Goretzkas Klasse nicht mit der von Havertz vergleichen. Goretzka ist ein talentierter Kicker, der sicherlich gewisse Fähigkeiten hat (sonst wäre er nicht Nationalspieler und beim FC Bayern unter Vertrag), aber Havertz ist ein Ausnahmetalent, dessen Fähigkeiten doch deutlicher höher anzusiedeln sind als die seines Kumpels. 


Zum anderen gehört es im Profifußball - erst recht in der europäischen Beletage - dazu, dass man (bei allem gottgegebenen Talent) um seine Position kämpfen muss. Oder glaubt ernsthaft irgendjemand, dass Havertz beim ​FC Barcelona​FC Liverpool​Real Madrid und wie sie alle heißen einfach so in die Startelf marschieren kann, wie es aktuell in Leverkusen der Fall ist? Wohl kaum.

Kai Havertz

Doch zurück zum eigentlichen Bericht. Der kicker schreibt weiter, dass Havertz in der Zwickmühle steckt. Denn obwohl der FC Bayern nicht sein Wunschziel ist, gelten die Münchener im Sommer als einzig realistischer Abnehmer für den Spielmacher. So sollen sich der FC Barcelona, Real Madrid und ​Juventus Turin bereits aus dem Rennen um den Deutschen zurückgezogen haben. 


Havertz ist aus Marketingsicht uninteressant


Die Begründung: Havertz kann marketingtechnisch nicht so viel bieten wie es beispielsweise ein Neymar oder Cristiano Ronaldo tut. Daher sind die Topklubs nicht bereit, die geforderte Ablösesumme (im Gespräch ist mindestens ein sehr hoher zweistelliger Millionenbetrag) für den schüchternen Mittelfeldspieler auf den Tisch zu legen.


Auch andere Optionen wie Paris SG (zu unattraktive Liga), Manchester City (Probleme mit dem Financial FairPlay) und Chelsea sowie ​Man United (beide sind längst keine sicheren CL-Kandidaten) fallen raus. Bleibt am Ende nur der FC Bayern, auf den Havertz aber keine Lust hat. Oder aber ein Verbleib bei Bayer Leverkusen.