​Wie alle anderen Vereine muss auch ​Borussia Mönchengladbach die Folgen der Corona-Krise bewältigen. Bei einem möglichen Saisonabbruch der ​Bundesliga drohen den Fohlen aufgrund dann fehlender TV-Gelder und Zuschauereinnahmen bis zu 35 Millionen Euro weniger in der Kasse. Sollte die Saison ohne zahlende Gäste im Stadion zu Ende gespielt werden, müsste man auf 10 Millionen Euro verzichten. Doch selbst für den schlimmsten Fall hat der Manager Max Eberl bereits vorgesorgt und die Borussia ist somit nicht existenziell gefährdet.


Gegenüber der rp bekräftigte Max Eberl, dass Borussia Mönchengladbach auch bei einem Saisonabbruch nicht den Betrieb einstellen wird. "Wenn dann aber alle Szenarien der negativen Art eintreten sollten, kann ich sagen: Borussia bleibt handlungsfähig", sagte Eberl und kann somit die zahlreichen Fans und Mitarbeiter beruhigen. Die Bekanntgabe der ​Gladbacher Mannschaft, auf Teile ihres Gehalts zu verzichten, sei nicht der einzige Grund für die optimistische Aussage Eberls. Man werde diese Krise in jedem Fall überstehen, "nicht nur, weil wir eine Mannschaft haben, die außergewöhnlich ist, nicht nur von den Charakteren, sondern auch von der sportlichen Werthaltigkeit her."


Geisterspiele zur Schadensbegrenzung


Zwar werden die wahrscheinlichen Geisterspiele die Gladbacher einen zweistelligen Millionenbetrag kosten, doch nicht nur für die Vereine selbst sieht Eberl keine andere Möglichkeit. 


"Wir hoffen ja, dass wir diese Spiele ohne Zuschauer machen können, um die Saison halbwegs vernünftig zu Ende zu bringen und den wirtschaftlichen Schaden für die Klubs und für alle anderen Branchen, die wirtschaftlich und gesellschaftlich am Fußball hängen, einigermaßen zu begrenzen​", sagt Eberl und bezieht andere Wirtschaftszweige mit ein.

Max Eberl

Hofft auf Schadensbegrenzung - Max Eberl


Wann genau die Saison wieder weitergehen wird, sei laut Geschäftsführer Stephan Schippers jedoch noch unklar. "Der Spielbetrieb ist ja erstmal bis zum 2. April aufgehoben, aber ich glaube aufgrund der Aktualität der Ereignisse nicht, dass wir dann schon wieder anfangen werden.“