Institution bei Real Madrid: Keiner kommt an Dani Carvajal vorbei!

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Real Madrids rechter Außenverteidiger Dani Carvajal (28) ist hierzulande noch bestens bekannt aus seiner Zeit bei Bayer Leverkusen. Dabei spielte der Spanier nur eine Saison für die Werkself. Denn schon damals wussten die Real-Verantwortlichen, dass sie in dem kleinen, bissigen Verteidiger ein ungeschliffenes Juwel in ihren Reihen hatten.

Und deshalb wurde dieser Rohdiamant nach seinem Feinschliff in der Bundesliga (Saison 2012/13) auch gleich wieder zurückbeordert - nach Zahlung der mit Bayer vereinbarten Rückkaufs-Option. Seitdem ist Dani Carvajal der Herr der rechten Seite beim spanischen Rekordmeister. Dabei haben es einige prominente Namen versucht, ihm diesen Rang streitig zu machen. Sie alle eint, dass sie es letztendlich nicht geschafft haben.

An Carvajal kommt bei Real Madrid keiner vorbei

Carvajals erstes "Opfer" war Álvaro Arbeloa, immerhin Weltmeister (2010) und zweimaliger Europameister (2008, 2012) mit Spanien, der in jener Zeit wohl besten Nationalmannschaft des Planeten. Kam Arbeloa in der Spielzeit 2012/13, also jener Saison, in der Carvajal für Bayer spielte, noch auf insgesamt 41 Pflichtspiele, musste er in der folgenden schon einen erheblichen Teil seiner Einsatzzeiten dem zurückgekehrten Carvajal überlassen.

Floh vor Carvajal nach England: Álvaro Arbeloa

Eine Verletzung im Frühjahr 2014 tat dann ihr übriges. Arbeloa schaffte es auch in den folgenden zwei Jahren nicht mehr, an Carvajal vorbeizukommen und wechselte schließlich im Sommer 2016 entnervt nach England (West Ham). 

Ein Jahr zuvor war bereits ein weiterer Rechtsverteidiger von den Königlichen verpflichtet worden: Der Brasilianer Danilo, der sich beim FC Porto zum besten Außenverteidiger der Liga gemausert hatte, sollte den Konkurrenzdruck auf Carvajal erhöhen. Das ließen sich die Verantwortlichen satte 32 Millionen Euro kosten. 

Doch auch einen Danilo stutzte Carvajal auf Normalmaß zurück, ließ dem Südamerikaner keine Chance, den begehrten Stammplatz bei den Königlichen zu erobern. Zwei Jahre später "floh" auch Danilo nach England - und schloss sich Manchester City an.

Zur Abwechslung versuchten es die Real-Bosse danach mal wieder mit einem Talent aus den eigenen Reihen. Der Marokkaner Achraf Hakimi sollte zu einer ernstzunehmenden Alternative für Carvajal werden. Doch es blieb beim Versuch.

Auch er konnte sich gegen Carvajal nicht durchsetzen: Achraf Hakimi

Nach einer Saison musste Hakimi sich eingestehen, dass er an Carvajal (noch) nicht vorbeikommen würde - und ließ sich nach Deutschland zum BVB verleihen. Eigentlich ist von Seiten des Klubs angedacht, dass Hakimi nach Beendigung der laufenden Spielzeit wieder zurück ins Bernabéu-Stadion kehrt. Doch die weiterhin konstant guten Leistungen seines Konkurrenten auf der rechten defensiven Außenbahn sollen den Marokkaner schon ins Grübeln gebracht haben. Durchaus möglich, dass Hakimi nicht wieder nach Madrid zurückkehrt. An Offerten mangelt es dem 21-Jährigen auf jeden Fall nicht. Auch der BVB hofft weiterhin, ihn langfristig an sich zu binden.

Auch Bayerns Neuzugang Odriozola "floh" vor Carvajal

Und dann hätten wir ja noch Álvaro Odriozola. Der hat gerade bei den Bayern bis zum Saisonende unterschrieben (auf Leihbasis), weil auch er bislang nicht an Carvajal vorbeikam - und sich trotzdem noch Chancen ausrechnet, bei der Euro 2020 im kommenden Sommer mit Spanien dabeizusein. Doch dafür braucht er Einsatzzeiten, die er in München sicher bekommen wird. Im Gegensatz zu Real Madrid.

Will in München Spielpraxis sammeln: Álvaro Odriozola

Odriozola kam vor zwei Jahren für stolze 35 Millionen Euro von der Real Sociedad San Sebastián. Vier verschiedene Konkurrenten und knappe 70 Millionen Ablösekosten haben nichts an dem status quo auf Reals rechter Defensivseite verändern können. Dani Carvajal ist und bleibt der Herr der Außenbahn bei Real Madrid.