​​Julian Pollersbeck ist seit Beginn der laufenden Spielzeit nur noch die Nummer drei in der Torwart-Hierarchie des Hamburger SV. Schon im Sommer bemühte sich der ehemalige Lauterer um einen Vereinswechsel, der am Ende aber nicht realisiert werden konnte. Jetzt hat der Keeper seinen Wechselwunsch laut Mopo noch einmal bekräftigt.


Und wenn es nach "Poller" geht, soll dieser auch schon in diesem Winter über die Bühne gehen. Der 25-jährige Schlussmann scheint nicht mehr so recht an eine Zukunft an der Elbe zu glauben. Daran können auch die 700.000 Euro Jahresgage nichts ändern. Zu unbefriedigend ist Pollersbecks sportliche Situation bei den Rothosen.


Nur fünf Einsätze für Pollersbeck - in der Regionalliga!


In dieser Saison kam er bislang lediglich zu fünf Auftritten bei der Regionalliga-Mannschaft. 

Für einen ehemaligen U21-Nationaltorhüter (und Europameister!) natürlich viel zu wenig. Im Gegensatz zum vergangenen Sommer könnte das sich übermorgen öffnende Transferfenster diesmal als groß genug erweisen, um hindurch schlüpfen zu können. 

Julian Pollersbeck

Vor Halbjahresfrist wurde Pollersbeck noch von seinem eigenen Vater beraten. Den hatte Pollersbeck als Nachfolger für den in Ungnade gefallenen Roman Rummenigge auserkoren. Doch Pollersbeck senior war mit der Aufgabe offensichtlich überfordert, und so konnte es dann auch nicht verwundern, dass am Ende keines der anvisierten Geschäfte mit interessierten Klubs (Augsburg, FC Porto, RB Salzburg) konkretisiert wurde.


Poller blieb in Hamburg, ließ die Degradierung zur Nummer drei im Kader über sich ergehen, und machte bei seinen Auftritten für die "Zweite" gute Miene zum für ihn bösen Spiel.


Neuer Berater soll Pollersbecks Weggang ermöglichen


Und er wechselte abermals den Berater. Vater Pollersbeck kann sich nunmehr wieder als Spieler-Papi hervortun. Die Geschäfte seines Sohnes hat mittlerweile Roger Wittmann übernommen. Der ist in der Branche keine Unbekannter. Wittmanns Agentur Rogon ist seit Jahrzehnten im Fußball-Business tätig. Mit Wittmanns Netzwerk will Pollersbeck jetzt erneut den Absprung aus Hamburg wagen. 


Wie die Morgenpost in ihrer heutigen digitalen Ausgabe berichtet, soll Pollersbeck noch vor dem Abflug ins Trainingslager in Dubai an Wittmann herangetreten sein, um seine Wechselabsichten zu hinterlegen. Pollersbecks Vertrag beim HSV endet im Sommer 2021. Der Verein würde den Spieler liebend gerne los - wenn denn die Ablösesumme stimmt. Der Marktwert des Keepers ist laut transfermarkt.de mittlerweile auf eine Million Euro gefallen. Zu Beginn des Jahres war er noch dreimal so hoch. 


Für um die zwei bis zweieinhalb Millionen dürfte Pollersbeck wohl zu haben sein. Von einem seriösen Interesse irgendeines Klubs ist bislang jedoch noch nichts bekannt.