​Beim ​1:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach sorgte BVB-Kapitän Marco Reus für den einzigen Treffer des Tages. Wie sich im Nachhinein herausstellte, war der Spielmacher jedoch nicht voll bei Kräften - und riskierte sogar eine schlimmere Erkrankung.


Paco Alcacer: verletzt. Mario Götze: kurzfristig erkrankt. Jadon Sancho: ​aus disziplinarischen Gründen nicht im Kader. Im Topspiel gegen Gladbach musste der ​BVB auf drei (wichtige) Offensivspieler verzichten. Die verbliebenen Akteure um Reus, Thorgan Hazard, Julian Brandt und Achraf Hakimi erledigten ihre Aufgaben jedoch souverän - dabei hätte der BVB-Kapitän gar nicht spielen sollen.


Wie die Dortmunder Borussia nach Spielende mitteilte, spielte Reus trotz eines grippalen Infekts gegen seinen Ex-Klub - und das über die vollen 90 Minuten. Da der Aderlass in der Offensive bereits so groß war, "stellte er sich in den Dienst der Mannschaft", wie es der BVB nennt. Nach dem Spiel kann man natürlich leicht sagen: Tor gemacht, Spiel gewonnen, alles richtig gemacht.

Doch viele BVB-Fans sind mit der Entscheidung, trotz eines grippalen Infekts aufzulaufen, nicht so happy. Zu groß war das Risiko, sich während des Spiels eine Herzmuskelentzündung zuzuziehen - diese hätte einen monatelangen Ausfall zur Folge. Ist ein Spiel (auch wenn es ein so wichtiges war) es wirklich wert, seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen? Natürlich werden die Mannschaftsärzte diese Entscheidung mitgetragen haben, vernünftig erscheint sie aus außenstehender Sicht trotzdem nicht.


Übrigens: Beim kommenden ​Champions-League-Spiel gegen Inter Mailand - nicht minder wichtig - ist ein Einsatz von Reus laut WAZ längst nicht gesichert.



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