Für seinen umstrittenen Instagram-Post zum Support der türkischen Truppen wurde Cenk Sahin beim FC St. Pauli freigestellt. Trotz gültigem Vertrag gestattete Pauli Sahin allerdings eine Trainingserlaubnis zu, die der Rechtsaußen nun bei Basaksehir Istanbul wahrnimmt. 


Cenk Sahin spielte bereits zwischen 2012 und 2016 für Basaksehir, dem von Präsident Erdogan unterstützten Club aus Istanbul. ​Nach seinem Rauswurf beim FC St. Pauli hält sich Sahin auf eigenen Wunsch und Bitte beim Europa-League-Gegner von Borussia Mönchengladbach fit. Da Sahins Vertrag in Hamburg noch bis 2021 läuft, er aber eine Trainingserlaubnis seitens des Vereins hat, darf er in Istanbul mittrainieren und im Winter fest verpflichtet werden.


"Unser Bruder Cenk hat ein sehr berechtigtes Anliegen gepostet. Wir als türkisches Volk halten bei nationalen Fragen immer zusammen und sind stolz auf den emotionalen Post von Cenk. Wenn jemand damit ein Problem hat, ist es sein Problem. Cenk Sahin hat seine Karriere bei uns begonnen und ging dann zu St. Pauli. Ich bin echt sehr traurig, dass er so etwas erleben musste", sagte Basaksehirs Präsident Göksel Gümüşdağ in einem Instagram-Video des Vereins (via Bild).


Sahin stehen Türen für Wechsel im Januar offen


Sahin war bei Basaksehir vorstellig geworden und bat vorerst um die Erlaubnis, beim türkischen Spitzenclub mitzutrainieren. "Er hatte mich am Telefon gebeten, dass er an den Trainingseinheiten teilnehmen darf, damit er seine Kondition nicht verliert. Und natürlich kann er das, denn hier ist sein Zuhause. Ich bin auch sehr stolz auf das, was er geteilt hat. Cenk ist nicht nur ein guter Spieler, sondern auch ein türkischer Fußballer. An solch schlimmen Tagen halten wir als Türken zusammen. Nachdem er das Bürokratische gelöst hat, und er wieder zurück möchte, sind die Türen im Januar für ihn geöffnet", sagte Gümüşdağ.


Dass Sahin zurück nach Hamburg kehrt, ist unwahrscheinlich. "Der Anruf des Präsidenten an so schwierigen Tagen hat mich sehr berührt und stolz gemacht", sagte der Angreifer. "Als ich hier in der Mannschaft gespielt habe, war unser Verhältnis wie Vater und Sohn. Ich bin auch für den Zuspruch sowohl von den andren türkischen Klubs als auch innerhalb der Bevölkerung sehr froh, denn wir Türken halten an solchen Tagen immer zusammen. Ich war sehr stolz darauf, als nach dem Tor gegen Frankreich die Spieler salutierten."