​Thomas Müller ist unzufrieden mit seiner Situation beim FC Bayern. Offenbar so sehr, dass er auf das eigentlich Undenkbare drängen soll: Einen Abschied vom deutschen Rekordmeister!


"Wenn Not am Mann sein sollte, wird er mit Sicherheit seine Minuten bekommen" - ein Satz wie ein Donnerschlag! Bayern-Coach Niko Kovac sagte das zuletzt über Thomas Müller. Der Vereinsikone des Rekordmeisters, der Identifikationsfigur des Klubs! Es drückte aus, was ohnehin schon relativ deutlich geworden ist in den letzten Wochen: Nach der Leihe von Philippe Coutinho ist für Müller in der ​FCB-Startelf kein Platz mehr.


Am Tag nach der Pleite gegen Hoffenheim soll Kovac beim obligatorischen Oktoberfestauftritt das Gespräch mit Müller gesucht haben. Offenbar, um seinen Satz zu relativieren. Doch auch Müller weiß: Es steckt viel Wahrheit dahinter.


Umdenken bei Müller: Bayern-Abschied eine Option


Deshalb sei in ihm nun der Entschluss gereift, ​den FC Bayern schon im Winter zu verlassen, berichtet die Sportbild. Ein Szenario, das eigentlich undenkbar schien. Schon vor Kovac hatte Müller schwierige Phasen durchlebt. Unter Carlo Ancelotti etwa, war er bereits meist nur Joker. Damals sprach er davon, dass seine Qualitäten anscheinend nicht mehr gefragt seien. An einen Wechsel dachte er dennoch nicht - trotz einem Angebot von Inter, Interesse von Liverpool und Arsenal. Auch Man United soll 2015 bereit gewesen sein, 100 Millionen Euro für Müller auf den Tisch zu legen.


Schwierige Situation für den Klub


Die Situation hat sich nun aber wohl grundlegend verändert, Müller will weg - und das schon im Winter! Der Raumdeuter will eben jenen wieder auf dem Rasen deuten. Beim FC Bayern besitzt der Topverdiener (geschätzt 15 Millionen Euro im Jahr) noch einen Vertrag bis 2021. Der Rekordmeister muss nun abwägen, ob man es sich leisten kann, die Identifikationsfigur Thomas Müller zu verlieren - und ob das eingesparte Gehalt plus der möglichen Ablöse nicht lukrativer anmutet. Vor allem auch, um das Mannschaftsklima nicht vergiften zu lassen.


Karl-Heinz Rummenigge sagte einst: "Es gibt Spieler, die haben kein Preis-Ticket! Dazu gehört Thomas Müller. Wir wären von allen guten Geistern verlassen, wenn wir ihn verkaufen würden." Ob das im Winter 2019/20 auch noch gilt, bleibt abzuwarten...