​Sein Abschied aus der ​Bundesliga schlug in diesem Sommer hohen Wellen. Seinen auslaufenden Vertrag hat er beim ​SV Werder Bremen nicht verlängert. Dann folgte der Wechsel zu Fenerbahçe Istanbul, für viele Anhänger war dies eine große Überraschung. Als naiver Star mit zu hohen Ansprüchen wurde sein Wechsel als klarer sportlicher Abstieg bezeichnet, nun beweist er allerdings das Gegenteil.


Max Kruse war über viele Jahre ein Star und Leistungsträger in Deutschland. Für Werder, den ​VfL Wolfsburg, den ​SC Freiburg und ​Borussia Mönchengladbach absolvierte er insgesamt 250 Spiele im deutschen Oberhaus. Mit 31 Jahren war er in Bremen im besten Fußballalter, doch er entschied sich dazu, den Verein zu verlassen.


Seine Ansprüche waren hoch, Kruse wollte noch einmal nach Europa. Dazu visierte er ein Jahresgehalt von fast sechs Millionen Euro an. Doch schlussendlich landete er bei Fenerbahçe Istanbul, das ihm weder das internationale Geschäft, noch das geforderte Salär bieten konnte. Doch für Kruse war der Wechsel mit wenigen Zweifeln verbunden, seine erste Station außerhalb Deutschlands sollte bis jetzt zum vollen Erfolg werden.


Spielmacher und Erfolgsbringer


Denn mit den Türken erlebte er bisher einen exzellenten Saisonstart. Mit elf Punkten aus den ersten sechs Spielen läuft es nicht nur für Fener sehr gut, sondern auch Kruse hat ​bereits mit dem ersten Spieltag seine Hochform gefunden. Bisher ist er in der Liga an fünf Toren direkt beteiligt, stets war er dabei als Vorlagengeber erfolgreich. Seine enormen Qualitäten sind immer noch unbestritten, als Spielmacher glänzt er nun auch in der Süper Lig.


Seine Einbindung ins Spiel ist sehr stark, oft sammelt er viele Ballkontakte und beweist mit klugen Pässen die über die Jahre gewonnene Übersicht. Bei seinen Fans ist er zudem bereits jetzt ein absoluter Publikumsliebling. Denn nicht nur durch seine Leistungen und den vorbildlichen Einsatz machte er sich bisher beliebt.

Nach wenigen Monaten hat er sich so gut im Land integriert, dass er sogar die Nationalhymne mitsingen kann. Vor jedem Heimspiel bereiten sich die Fans und Profis durch dieses Ritual auf das Spiel vor, nun ist auch Kruse ein Teil davon.


Es läuft also rund für Kruse bei Fenerbahçe. In Istanbul ist er nicht nur unangefochtener Stammspieler, sondern auch Anführer und Publikumsliebling. Wie weit es für Fener in dieser Saison gehen kann, hängt auch von der Entwicklung von Kruse ab. Doch nach den ersten Wochen lässt sich der Wechsel als voller Erfolg herausstellen.