Seit dieser Saison spielt Ömer Toprak für Werder Bremen. Nach zwei verkorksten Jahren bei Borussia Dortmund zog es den Innenverteidiger im Sommer aus dem Signal-Iduna-Park ins Weserstadion. Auch wenn er seine Zelte dort zunächst nur leihweise aufstellt, kann er sich gut vorstellen, auch über diese Saison hinaus in Bremen zu bleiben.


Der ehemalige türkische Nationalspieler Ömer Toprak kennt die Bundesliga in- und auswendig. 229 Partien hat er bereits absolviert. Vom ​SC Freiburg über ​Bayer 04 Leverkusen und ​Borussia Dortmund hinweg, landete der 30-Jährige jüngst bei ​Werder Bremen. Dort möchte er an seine vergangenen Glanzzeiten anknüpfen. Denn bevor er zwei frustrierende Jahre in Dortmund durchlebte, war er Stammspieler in Leverkusen.


Toprak wollte in Dortmund nächsten Schritt machen

2017 überwies der BVB dann rund zwölf Millionen Euro ins Rheinland, um den erfahrenen Innenverteidiger zu den Schwarz-Gelben zu lotsen. Nach dem Abgang von Mats Hummels im Jahr zuvor, sollte die Abwehr stabilisiert werden. Dessen Lücke konnte bis dato weder von Marc Bartra, noch von Sokratis vollends geschlossen werden.

Oemer Toprak

Ömer Toprak wurde in Dortmund nicht glücklich


Doch auch Ömer Toprak konnte nicht weiterhelfen. Schnell wurde er auf die Ersatzbank oder die Tribüne degradiert, hatte immer öfter mit Verletzungen zu kämpfen, die ihn ständig außer Tritt brachten. Nach weiteren Zugängen von Dan-Axel Zagadou, Abdou Diallo, Manuel Akanji und jüngst der Rückkehr von Mats Hummels sah er für sich in Dortmund keine Perspektive mehr.


In Bremen ist die Situation nun eine andere. Gemeinsam mit Neu-Kapitän Niklas Moisander soll Toprak unter Florian Kohlfeldt wieder Verantwortung übernehmen. Bislang scheint es sogar so, als könnte er sich das auch längerfristig vorstellen. Denn angesprochen auf sein Engagement in Bremen verriet er der Bild gegenüber, dass die Wahrscheinlichkeit groß sei, dass "ich noch über den Sommer hinaus hier bleibe."


Wird Toprak von Verletzungen verschont bleiben?

Eine große Rolle wird dabei seine Verletzungsanfälligkeit spielen. Nach zwei Spielen im Werder-Dress kuriert er aktuell einen Muskelfaserriss aus. Seine Ansprüche an sich und Werder Bremen werden durch den schwierigen Start aber keineswegs geschmälert. So will er mit dem Team den Sprung ins internationale Geschäft realisieren.


Es scheint, als ob er sich in Bremen wohl fühle. Zu Teamkollegen Nuri Sahin verbindet er eine langjährige Freundschaft. Die Stadt erinnere ihn "ein wenig nach Freiburg". Topraks älterer Bruder Faruk ist zudem Werder-Fan und flog am Tag der Vertragsunterschrift extra aus Istanbul ein. Sein Hauptaugenmerk dürfte dennoch auf seiner Leistung auf dem Platz liegen. Sollte er aber wieder an seine alte Stärke anknüpfen, wird einer längerfristigen Beschäftigung an der Weser nichts im Wege stehen.


Neben einer Leihgebühr von 2,5 Millionen Euro hatten die Klubs ohnehin eine Kaufpflicht vereinbart, die unter "sehr realistischen Bedingungen" greifen soll. Nach einer gewissen Anzahl an Pflichtspielen, sollte diese also aktiv sein. Die Gesamtablöse würde dann auf rund sechs Millionen Euro steigen.