​Der ​FC Bayern München brach am Montag zu seiner ​neuntägigen USA-Tour auf. Mit an Bord war auch Renato Sanches. Der zentrale Mittelfeldspieler hegt weiterhin Wechselgedanken und beklagte sich in den letzten Wochen mehrmals öffentlich über seine Reservistenrolle beim deutschen Rekordmeister. An potenziellen Interessenten für den 21-Jährigen mangelt es offenbar nicht. 


Im Sommer 2016 schien der FC Bayern mit der Verpflichtung von Sanches einen Transfercoup gelandet zu haben. 35 Millionen Euro Ablöse legte der Doublegewinner für das europaweit begehrte Top-Talent von Benfica auf den Tisch. 


Der große Durchbruch blieb dem Youngster bislang allerdings verwehrt. In der vergangenen Rückrunde kam Sanches nur noch sporadisch zum Einsatz und brachte es in der ​Bundesliga auf lediglich 102 Einsatzminuten. Seinem Frust über die Reservistenrolle ließ der portugiesische Nationalspieler ​nicht nur einmal freien Lauf.

Mijat Gacinovic,Renato Sanches

Traf am letzten Spieltag gegen Eintracht Frankfurt: Renato Sanches (r.)



Am Rande der USA-Tour forderte Sanches erneut mehr Spielzeit. "Ich bin ein guter Spieler, aber ich brauche Einsätze", betonte der Europameister, der nach wie vor einen Wechsel forciert. Wie Tobias Altschäffl (Chefreporter Sport Bild) berichtet, schließt der Rechtsfuß eine erneute Leihe aus. "Ich habe gute Angebote", führte Sanches weiter aus. Einen Wechsel zu Paris Saint-Germain lehnt der Mittelfeldspieler allerdings ab. Der französische Meister hatte seine Fühler bereits im Januar nach dem 21-Jährigen ausgestreckt und wird weiterhin als Interessent gehandelt.


Verkauf nur, wenn Ersatz da ist


Ob Sanches seine Zelte beim FC Bayern nach drei Jahren abbricht, hängt in erster Linie von den Transferaktivitäten ab. Gelingt es den Verantwortlichen, einen Neuzugang für das zentrale Mittelfeld an Land zu ziehen, dürfte der Youngster wohl die Freigabe erhalten. Der aktuelle Kader mit gerade einmal 17 Feldspielern lässt allerdings keinen Verkauf ohne Ersatz zu. Vertraglich ist der Portugiese, dessen Marktwert auf 18 Millionen Euro geschätzt wird, noch bis 2021 gebunden.