Der Umbruch beim ​VfB Stuttgart ist nach dem bitteren Abstieg in die Zweitklassigkeit in vollem Gange. Elf Spieler haben den Verein bereits verlassen, vier neue Akteure sind verpflichtet worden. Bei allen Akteuren, die dem VfB nun noch geblieben sind, habe man nun alles selbst in der Hand. Und weitere Akteure sollen zum Kader stoßen.


Sven Mislintat, der neue Sportdirektor beim VfB Stuttgart, krempelt den Kader derzeit kräftig um. Drei Spielern wurde bereits mitgeteilt, dass ihre Arbeitspapiere nicht verlängert werden. Dennis Aogo, Christian Gentner und Andreas Beck dürfen sich allesamt neue Vereine suchen, wo sie in knapp zwei Wochen anheuern dürfen. Mit Benjamin Pavard, Berkay Özcan, Anto Grgic, Ron-Robert Zieler und Hans Nunoo Sarpei wurden fünf weitere Spieler verkauft. Und die Leih-Geschäfte von Alexander Esswein und Steven Zuber sind ebenfalls in wenigen Tagen beendet.


Dagegen gibt es auf der Zugangsseite noch ein Ungleichgewicht. Mit Pascal Stenzel konnte man einen rechten Verteidiger ausleihen, vom SC Paderborn verpflichtete man Philipp Klement, Atakan Karazor wurde aus Kiel geholt und Mateo Klimowicz ist ein vielversprechendes Talent aus Argentinien. Das soll es aber noch lange nicht gewesen sein. So soll Roberto Massimo definitiv nach Stuttgart zurückkehren. Die Leihe nach Bielefeld zur Arminia sieht Mislintat als wenig gelungen an. “Wir sehen in ihm deutlich mehr Potenzial, als er in Bielefeld entwickeln konnte“, so der Sportdirektor. Auch der Brasilianer Ailton soll zunächst an den Neckar zurückkehren. Er war zum SC Braga verliehen worden. Ein Verkauf aber scheint im Sinne Mislintats zu sein.


Ebenso ein Verkauf von Rechtsverteidiger Pablo Maffeo. Ein Wechsel des Spaniers soll kurz bevor stehen. “Wir sind relativ klar und weit mit einem Verein“, so Mislintat. Dieser ist wohl La-Liga-Absteiger FC Girona. Weitere Abgänge scheinen fürs Erste nicht eingeplant, auch weil der Sportdirektor betonte: “Wir haben bis auf Ozan Kabak bei jedem Spieler das Heft des Handelns in der Hand. Auch bei Tassos Donis.“


Ansonsten konzentriert sich vieles auf Neuzugänge. So soll vor allem ein neuer Keeper her nach dem Abgang von Ron-Robert Zieler. Und der neue Coach Tim Walter hat ein klares Anforderungsprofil: “Er muss mutig sein, teilweise verrückt. Er darf keine Angst haben, Fehler zu machen. Der Torwart ist eine zentrale Position in meinem Spiel.“ Mislintats Wunsch sei es, “dass er im ersten Trainingslager dabei ist“. Drei Kandidaten haben sich dabei bislang herauskristallisiert: ​Marvin Schwäbe von Bröndby IF, wie der kicker schreibt,​ Gregor Kobel, zuletzt von der TSG Hoffenheim zum FC Augsburg ausgeliehen, und Markus Schubert von Dynamo Dresden.


Nicht mit im Trainingslager dabei sein wird der bisherige Torwartrainer Marco Langner. Die Bild-Zeitung erklärt, dass Langner nicht in die Philosophie des neuen Übungsleiters passe, weshalb er seinen Stuhl räumen soll. Bis ein Nachfolger gefunden ist, soll Walter Thomae aus der U23 die Aufgabe interimistisch fortführen.