​Sein Abgang schien ausgemacht. ​Mats Köhlert (21), dessen Vertrag beim​ Hamburger SV in diesem Sommer ausläuft, war eigentlich schon mit eineinhalb Beinen raus aus dem Traditionsklub von der Elbe. Doch der beherzte Auftritt beim gestrigen Saisonabschluss gegen den ​MSV Duisburg (3:0) könnte die Verantwortlichen noch einmal zum Umdenken bewegt haben.


Als Mats Köhlert gestern in der 71. Minute für Pierre-Michel Lasogga ausgewechselt wurde, erhoben sich die meistern der anwesenden 51.000 Zuschauer im Volksparkstadion und spendeten dem Eigengewächs minutenlange stehende Ovationen. 


Der Spieler zeigte sich anschließen begeistert: "Vor so einer Kulisse zum Saisonabschluss zu spielen, war für mich natürlich etwas Besonderes. Als ich die Zuschauerzahl gehört habe, lief es mir kalt den Rücken runter. Klar, wir hätten uns andere Umstände für das Spiel gewünscht, aber ich behalte es als tolles Erlebnis in Erinnerung. Die Fans waren der Wahnsinn, da habe ich Gänsehaut bekommen", so der Flügelflitzer gegenüber der Mopo


Tatsächlich war der Mittelfeld-Akteur einer der auffälligsten Figuren auf dem Platz, hatte schon nach wenigen Minuten eine große Chance zum Führungstor. Auch in der Folgezeit sorgte er mit beherzten Flügelläufen und Tempodribblings immer für Unsicherheiten in der Duisburger Abwehr. 


Man könnte sagen: Chance genutzt, Mats. Ob das auch die Verantwortlichen so sehen, bleibt abzuwarten. Köhlert selbst gibt sich entspannt: "Ich mache mir meine Gedanken, das ist ja klar", erklärte der U20-Nationalspieler gegenüber der Mopo. "Es ist alles offen, aber ich bin ganz entspannt." Kann er nach diesem Auftritt, der seinen Verbleib in Hamburg nicht unbedingt unwahrscheinlicher gemacht hat, auch durchaus sein.