​Der ​Hamburger SV befindet sich im freien Fall. Mitten in der sportlichen Krise und dem nun stark gefährdeten Aufstieg nach der 0:2-​Niederlage in Berlin hat der Verein nun mit Lewis Holtby einen prominenten Akteur mit sofortiger Wirkung suspendiert. 


Nach Angaben des Vereins teilte Holtby am Samstagabend​​ seinem Trainer Hannes Wolf vor der Busabfahrt mit, dass er die Reise zum Auswärtsspiel gegen Union Berlin nicht antreten möchte. Dies erfolgte nachdem Holtby davon erfuhr, dass er der Startelf nicht angehören wird. 


Der ehemalige Nationalspieler änderte seine Meinung zwar nach einer halben Stunde wieder, doch laut Wolf gab es nach Holtbys erster Aussage kein Zurück mehr (via kicker): "Er hat realisiert, dass es ein Fehler war. Aber da war es zu spät, da hatten es die anderen Jungs natürlich mitbekommen." Sportvorstand Ralf Becker musste daraufhin harte Maßnahmen ergreifen.


"Er hat gebeten, nicht mitfahren zu müssen. Es macht keinen Sinn mehr, das ist kein Verhalten! Er trainiert auch nicht mehr mit", sagte der Kaderplaner laut dem kicker. Holtby, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, wird also für den HSV nicht mehr zum Einsatz kommen.


Der 28-jährige Mittelfeldspieler, der in dieser Saison phasenweise mit guten Leistungen überzeugen konnte, wurde zuletzt von seinem Trainer nicht mehr berücksichtigt. Insgesamt kann man seine vier Jahre in Hamburg als schwierige Zeit bezeichnen.