Der ​FC Bayern München steht nach einem brutalen Fight im DFB-Pokalfinale. Das Team von Niko Kovac rang am Mittwochabend den ​SV Werder Bremen mit 3:2 nieder und trifft am 25. Mai in Berlin auf RB Leipzig. 


Niko Kovac und Florian Kohfeldt kündigten vor der Partie ein wildes, ein offenes Halbfinale an - und sie sollten Recht behalten. Der SV Werder Bremen und der FC Bayern München lieferten sich einen sensationellen Pokalfight, in dem letzten Endes der Deutsche Rekordmeister das nötige Quäntchen Glück hatte.


Bremen startete mutig in die Partie; Kohfeldt ersetzte den gesperrten Sahin und den verletzten Bargfrege auf der Sechs mit Möhwald. Im Sturm startete dafür Yuya Osako. Bei den Bayern rückte Mats Hummels für den gesperrten Niklas Süle in die Innenverteidigung neben Jerome Boateng.


Müller, Pfosten, Lewandowski - Bayern führt!


Die Anfangsphase wurde dem Versprechen der Partie gerecht. Bremen und Bayern spielten beide mit offenem Visier und erspielten sich jeweils Chance um Chance. Max Kruse und Thomas Müller verpassten es, den Führungstreffer zu markieren. Neben einigen guten Chancen war die Partie von vielen - teilweise auch harten - Zweikämpfen geprägt. 


In einer guten Pokalpartie waren es die Bayern, die im Weserstadion nach 36 Minuten in Führung gingen. Pavlenka verschätzte einen langen Ball von Jerome Boateng, Thomas Müller machte das Leder nochmal scharf, köpfte gegen den Pfosten und Lewandowski staubte ab. Mit der Führung für den FCB ging es in die Pause.

Und im zweiten Durchgang legten die beiden Halbfinalisten so richtig los. Bremen eröffnete erneut mutig - doch erneut waren es die Gäste, die Profit aus ihren Möglichkeiten schöpften: Goretzka schoss einen eigentlich schon geklärten Ball in Richtung Pavlenka, Thomas Müller stand goldrichtig, verwertete den Ball gedankenschnell und traf zum 2:0. Bremen damit geschlagen? Denkste!


Werder stellt das Spiel auf den Kopf


Werder zeigte nach dem zweiten Treffer Moral und Klasse. Das Team von Florian Kohfeldt spielte unbeeindruckt weiter nach vorne und belohnte sich schließlich nach 74 Minuten für ein gutes Spiel: Raschica fand in der Mitte Osako, der auf 2:1 verkürzte. Und nur 60 Sekunden später legte Bremen nach: Rashica zog mit einem Sprint an Hummels vorbei, blieb auf den Beinen und legte die Kugel an Ulreich und Boateng vorbei ins linke Eck.

Mit dem 2:2 hatte ein verrücktes Fußballspiel seinen Höhepunkt und sein eigentlich verdientes Ergebnis. Doch die Bayern wären nicht die Bayern, wenn sie solche Spiele nicht gewinnen würden. In der 80. Minute schubste Gebre Selassie im Strafraum leicht gegen Coman, Schiedsrichter Siebert entschied auf Elfmeter - zweifelhafte Entscheidung! Lewandowski blieb vom Punkt kalt und traf zum 3:2. Und damit rangen die Bayern ein starkes Werder Bremen nieder und sicherten sich nach RB Leipzig das zweite Ticket für das Pokalfinale in Berlin.