​Das Beben beim 1. FC Nürnberg geht weiter. Nachdem der Aufsichtsrat bereits Sportvorstand Andreas Bornemann entlassen hatte, muss nun auch Trainer Michael Köllner gehen. Die Niederlage im als Abstiegs-Endspiel verschrienen Duell gegen Hannover 96 hat dem Aufstiegscoach den Job gekostet.


Direkt nach der bitteren Pleite hatte Sportvorstand Andreas Bornemann gegenüber Sky dem ​Trainer noch den Rücken gestärkt"Die Trainerfrage stellt sich für mich nicht. Die Mannschaft ist intakt. Rot für Rhein war eine Fehlentscheidung und der Hauptgrund für die Niederlage."


Bornemann war bei den Franken aber offensichtlich allein auf weiter Flur, in dem Glauben, dass mit Köllner die Kehrtwende noch gelingen kann. Im Aufsichtsrat hatte sich dagegen die Meinung durchgesetzt, dass die Trennung vom Aufstiegstrainer notwendig sei. Da das Gremium in dieser Frage allerdings lediglich eine Empfehlung aussprechen kann, war die Trennung von Bornemann notwendig.


Zunächst wird der bisherige Co-Trainer Boris Schommers zusammen mit Club-Legende Marek Mintal das Team übernehmen. Um auch auf der Führungsebene handlungsfähig zu bleiben, wird Marketingleiter Marcus Rößler als zweiter Vorstand fungieren.


"Ich möchte mich im Namen des Aufsichtsrats nochmal ganz herzlich bei Andreas Bornemann und Michael Köllner für die gemeinsame erfolgreiche Zeit bedanken“, wird Dr. Thomas Grethlein zitiert. "Unsere Aufgabe ist es nun, mit aller Sorgfalt einen Sportvorstand zu finden, der künftig die Verantwortung für den sportlichen Bereich tragen wird und dessen erste Aufgabe es sein wird, einen passenden Trainer für den 1. FC Nürnberg zu finden“, so Grethlein zum weiteren Vorgehen.