​Für viele Experten völlig überraschend, stellte der ​VfB Stuttgart mit ​Ozan Kabak vor wenigen Tagen den teuersten Transfer der Vereinsgeschichte vor. Seitdem halten sich hartnäckige Gerüchte darüber, dass der ​FC Bayern München an diesem Deal beteiligt war. Die BILD will nun in Erfahrung gebracht haben, wie der Transfer zu den Schwaben tatsächlich über die Bühne ging. 


Dem Bericht zufolge hatten auch die Bayern Interesse an dem erst 18-jährigen Innenverteidiger bekundet. Da mit Niklas Süle, Jerome Boateng und Mats Hummels die Konkurrenz um einen Platz in der Abwehrzentrale ohnehin jedoch bereits groß ist, hatten die Verantwortlichen des Rekordmeisters jedoch Bedenken, dass der Youngster in München nicht genügend Spielpraxis sammeln könnte. Eine Degradierung in die zweite Mannschaft und somit in die Regionalliga kam für die Bayern aber auch nicht in Frage.

Michael Reschke

Michael Reschke lehnte angeblich eine Kooperation mit den Bayern ab


Ähnlich wie bereits zuvor bei Serge Gnabry durchgeführt, peilten die Münchner daher einen Deal mit dem VfB an. Kabak sollte dabei zunächst an die Stuttgarter ausgeliehen werden und nach der Saison dann endgültig an die Säbener Straße wechseln. VfB-Sportvorstand Michael Reschke wollte sich dem Vernehmen nach jedoch nicht auf solch einen Deal einlassen und blieb hartnäckig. Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic gab sich daher geschlagen und der amtierende deutsche Meister zog sein Interesse zurück.


Nun war die Bahn für den VfB endgültig frei und sie konnten das türkische Ausnahmetalent für elf Millionen Euro an den Neckar lotsen. Mit dem Transfer haben die Schwaben bereits vorzeitig auf den Wechsel von Weltmeister Benjamin Pavard reagiert, der sich nach dieser Saison den Bayern anschließen wird. Nachdem Kabak bei der 2:3-Niederlage gegen den 1. FSV Mainz 05 zum Rückrundenstart noch nicht im Kader der Weinzierl-Elf gestanden war, könnte der elffache türkische U18-Nationalspieler am Wochenende nun ausgerechnet gegen die Bayern sein Bundesligadebüt feiern.