Die Borussia schließt mit der Partie gegen den ​VfB Stuttgart den 14. Spieltag ab – und könnte am Ende der große Gewinner sein. Denn die Konkurrenz, die sich nach dem letzten Spieltag an den zweiten Tabellenplatz herangepirscht hat, hat ausnahmslos (schwere) Auswärtsspiele vor der Brust.


Es ist ein wenig verwunderlich in dieser Spielzeit. War die ​Gladbacher Borussia sonst immer zuverlässig darin, große Chancen auszulassen und prompt dann schlechte Ergebnisse einzufahren, wenn es auch die Konkurrenz tat, so spielen die Fohlen in dieser Saison so gar nicht „Borussia-like“. Stattdessen muss man sich ernsthaft damit auseinandersetzen, ob man inzwischen ein Topteam ist und auch die vermeintlich schweren Spiele gewinnt.


Ganz soweit ist man dann doch noch nicht, wie man am vergangenen Wochenende bei der 0:2-Niederlage in Leipzig gesehen hat, aber irgendwas ist doch anders. Denn die Niederlage hat die Konkurrenz zwar wieder heranrücken lassen, doch noch immer darf sich der VfL-Anhänger beim Blick auf die Tabelle die Augen reiben. Trotz der Niederlage gegen das Brausekonstrukt steht man nach wie vor auf Rang zwei.


Und der könnte theoretisch an diesem Wochenende wieder ausgebaut werden. Denn das Programm der übrigen Teams verheißt aus Gladbacher Sicht viel Gutes. Der ​BVB muss zum Derby nach Gelsenkirchen, wo man zuletzt vor fünf Jahren gewann. Die Frankfurter müssen zur ​Hertha nach Berlin, die am vergangenen Wochenende mit dem Auswärtssieg bei Hannover 96 einen kleinen Befreiungsschlag landen konnte.


Die TSG Hoffenheim bekommt es in der Autostadt mit dem VfL Wolfsburg zu tun, auch die Wölfe haben nach dem 2:1-Auswärtssieg in Frankfurt Aufwind bekommen. Der Gegner vom letzten Wochenende, Leipzig, muss nach Freiburg, wo die Kirschen gerade aus Gladbacher Sicht nur allzu bekannt sehr hoch hängen. Einzig der FC Bayern hat mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg ein ebenso vermeintlich sicheres Dreipunktespiel, wie auch der VfL gegen den VfB.

Natürlich muss auch dieses Spiel aus Gladbacher Sicht erstmal gewonnen werden, zudem konnten auch die Stuttgarter mit dem 1:0-Heimerfolg über den FC Augsburg ihren zweiten Sieg unter Markus Weinzierl einfahren, was einiges an Verkrampfung lösen wird. Doch der Borussia-Park ist in dieser Saison bisher eine uneinnehmbare Festung und die Mannschaft zeigt Qualitäten, die sie nicht zu Unrecht auf den zweiten Tabellenplatz hat vorstoßen lassen. Am Sonntagabend könnte der große Gewinner des Spieltags daher erneut Borussia Mönchengladbach heißen.