Paukenschlag in Leverkusen. Jonas Boldt tritt nach fünfjähriger Amtszeit im Sommer als Sportdirektor von Bayer 04 Leverkusen zurück. Bis dahin wird er seinen Nachfolger Simon Rolfes, der seine neue Aufgabe ab dem 1.12. antritt, einarbeiten und unterstützen. 


Mit Jonas Boldt endet bei Leverkusen eine ganze Ära. 2007 begann der gebürtige Nürnberger als Scout bei der "Werkself", wurde zwei Jahre später Chefscout und entdeckte unter anderem Arturo Vidal und Dani Carvajal. Seit dem Sommer 2014 ist Boldt als Sportdirektor der Leverkusener tätig. Dieses Amt wird künftig der Ex-Profi Simon Rolfes ausüben.


Rolfes spielte zwischen 2005 und 2015 aktiv für Bayer 04, arbeitete zuletzt als Leiter Jugend und Entwicklung beim Werksclub. Gemeinsam mit Jonas Boldt wird Rolfes im kommenden halben Jahr in seine neue Aufgabe eingearbeitet und soll das Zepter bei dem Bundesligisten ab dem Sommer alleine führen.


"Wir sind Jonas Boldt zu großem Dank verpflichtet", wird Werner Wenning,Vorsitzender des Gesellschafterausschlusses, vom Verein zitiert. "Er hat mit seiner Zielstrebigkeit und mit seinem bedingungslosen Engagement deutlichen Anteil am erfolgreichen Abschneiden der Werkself in den vergangenen Jahren." Indes sprach Rolfes von „der Erfüllung eines Traums. Ich habe Bayer 04 so viel zu verdanken und freue mich sehr über die neue Aufgabe.“

Mit Rolfes scheint man den richtigen Nachfolger aber bereits gefunden zu haben: "Gleichzeitig freuen wir uns sehr, dass wir mit Simon Rolfes die wichtige Position des Sportdirektors aus den eigenen Reihen besetzen können. Er hat den sprichwörtlichen Stallgeruch, ist darüber hinaus international bestens vernetzt und besitzt alle Fähigkeiten, um Bayer 04 erfolgreich nach vorne zu bringen", ergänzte Wenning.


Geschäftsführer Rudi Völler wünscht Boldt Glück bei seinen künftigen Aufgaben: „Ich habe mit Jonas viele Jahre sehr eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet. Zunächst als Chefscout und als mein Assistent sowie nach dem Weggang von Michael Reschke als Kadermanager hat Jonas die Personalpolitik mitgeprägt und großen Anteil an unserer regelmäßigen Präsenz in den europäischen Wettbewerben. Ich bin sicher, dass Jonas die kommenden Herausforderungen genauso leidenschaftlich annehmen und seine besonderen Fähigkeiten auch in einem anderen Umfeld entfalten wird. Nach so vielen Jahren bei Bayer 04 ist sein Wunsch nachvollziehbar, sich unter veränderten Bedingungen neu zu beweisen. Dass wir ihn auf ganz hohem Niveau wiedersehen werden, ist für mich keine Frage.“