Werder Bremen: Baumann will keinen neuen Stürmer holen

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​Am vergangenen Samstag musste sich der ​SV Werder Bremen beim Duell mit Borussia Mönchengladbach mit 1:3 geschlagen geben. Dabei machte vor allem Borussen-Stürmer ​Alassane Plea den Unterschied und schnürte einen Dreierpack. Im Anschluss an die Partie erklärte Trainer Florian Kohfeldt, dass auch den Hanseaten ein Stürmer von diesem Format gut tun würde. Sportchef Frank Baumann will seinem Cheftrainer diesen Wunsch jedoch nicht erfüllen.

Rein spielerisch hielten die Werderaner auch gegen die Fohlen lange gut mit, im Abschluss ließen die Bremer aber zum wiederholten Male die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen. So ist es bezeichnend, dass mit Maximilian Eggestein ein Mittelfeldspieler bislang in dieser Spielzeit die meisten Treffer für die Kohfeldt-Elf erzielen konnte. Die vier Treffer des Youngsters sind zwar aller Ehren wert, im Vergleich zu den acht Buden, die beispielsweise Plea bereits erzielen konnte, verblasst diese Zahl aber doch sehr.

Trainer Florian Kohfeldt würde sich über zusätzliche offensive Alternativen freuen

Die meisten Sorgen bereiten aber die Angreifer der Bremer. Vom 40-jährigen Claudio Pizarro waren dabei bei realistischer Betrachtung nicht mehr als seine aktuellen zwei Treffer zu erwarten. Weit hinter den Erwartungen bleibt jedoch aktuell ​Max Kruse, der ebenfalls nur zwei Tore auf seinem Konto hat. Martin Harnik traf in der Liga sogar nur ein einziges Mal. Dennoch sieht Baumann kein akuten Nachholbedarf für die Sturmspitze. "Das ist kein Thema für uns. Ein Knipser, der Tore garantiert, der kostet auch – siehe Plea", so der 43-Jährige gegenüber der Deichstube.

Doch auch wenn man für einen neuen Angreifer nicht wie im Falle des Stürmers der Borussen 25 Millionen Euro auf den Tisch legen müsste, würde der erfahrene Funktionär derzeit von einem klassischen Stürmer absehen. "Vielleicht würde uns mit einem echten Torjäger auch etwas verloren gehen", verwies der Deutsche auf die große Unberechenbarkeit der Bremer, bei denen die 19 Bundesliga-Tore auf elf Spieler verteilt sind. Eine verlässliche Größe am Ende der Verwertungskette würde dem Spiel des Nordklubs aber unterm Strich dennoch gut zu Gesicht stehen.