​Luca Plogmann kam im Spiel des ​SV Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt unverhofft zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz für die Bremer und hat seine Sache bis zum Ende gut gemacht. Gegen Frankfurt zeigte er nicht nur sein Talent als Keeper, sondern auch, dass er vor keiner Situation zurückschreckt.


Luca Plogmanns Bundesliga-Debüt begann gleich mal mit einer Schrecksekunde. Bremens nominelle Nummer eins im Kasten, Jiri Pavlenka, verletzte sich gleich in der ersten Aktion des zweiten Durchgangs schwer und musste ausgewechselt werden. 


Es kam der 18-jährige Plogmann, der nicht nur sein erstes Spiel in der höchsten deutschen Spielklasse absolvieren musste, sondern sich auch noch einem Elfmeter zugunsten Frankfurts gegenübersah, den Pavlenka im Eifer des Gefechts verursacht hatte.

Plogmann betrat den Platz und gab Frankfurts Elfmeterschützen Sebastian Haller gleich mal ein paar nette Worte mit auf den Weg. Den anschließenden Elfmeter konnte er zwar nicht parieren, doch allen anwesenden war danach klar: Hier werden keine Geschenke verteilt. 


Nach dem Spiel hatte sich der U18-Nationalkeeper das Lob seines Trainers und seiner Mitspieler verdient. Bremens Angreifer Martin Harnik war vor allem von der Gelassenheit seines jungen Kollegen beeindruckt: "Mit dem Elfmeter war es ein schwieriger Einstand für Luca, aber er war total unaufgeregt", erläuterte Harnik die Situation und erklärte weiter, dass er sich auch bei einem längeren Ausfall Pavlenkas um das Tor der Bremer keine Sorgen mache: "Ich würde mir da keine Sorgen machen, wenn er Pavlas länger ersetzen müsste."


Auch Trainer Florian Kohfeld war von der Leistung seines Schützlings überzeugt und macht sich über die kommenden Wochen ebenfalls keine Sorgen: "Luca hat das heute mit einer bemerkenswerten Souveränität gemeistert. Er ist noch sehr jung, aber schon ein sehr guter Keeper.​ Egal wie lange Pavlas ausfallen wird, ich bin mir sicher, dass wir gegen Nürnberg in zwei Wochen einen bundesligatauglichen Torhüter im Kasten haben werden."