​Benjamin Pavard vom VfB Stuttgart gehört zu den Shootingstars der WM in Russland und hat mit seinen bislang starken Leistungen im Trikot der Franzosen inklusive einem Traumtor einen großen Anteil daran, dass die "Équipe Tricolore" im Halbfinale steht. Wie nun bekannt wurde, wäre der 22-jährige Defensivmann vor seinem Wechsel zu den Schwaben beinahe in Belgien gelandet. Ein Abgang vom VfB heute würde einen interessierten Klub laut Sportvorstand Reschke mindestens 65 Millionen Euro kosten.


Am Dienstag kommt es beim Duell Frankreich gegen Belgien auch zum Duell Benjamin Pavard gegen Eden Hazard. Beide gehören im bisherigen Turnierverlauf zu den absoluten Leistungsträgern ihrer Nationalmannschaft und wurden mit dem OSC Lille einst beim gleichen Klub in Frankreich ausgebildet. Der 22-jährige Pavard gehört nicht zuletzt dank seiner guten Saison im Trikot des ​VfB Stuttgart zu den derzeit umworbensten Abwehrspielern überhaupt. 


Seine starken Leistungen für Frankreich bei der WM lassen seinen Wert derzeit nur noch weiter steigen, was die Schwaben in eine gute Verhandlungsposition bringt. Dabei wäre der junge Defensivmann vor zwei Jahren beinahe in Belgien bei Zulte-Waregem gelandet, wie das belgische Nieuwsblad nun berichtet. 

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Stammspieler bei Frankreich und Shootingstar bei der WM in Russland: Benjamin Pavard



Deren Trainer Francky Dury hatte Pavard bereits 2016 auf dem Radar, der Nordfranzose entschied sich letztlich aber für einen Wechsel in die Bundesliga und zum VfB nach Stuttgart. "Wir hatten Kontakt, aber am Ende kam nichts dabei heraus", so Pavard selbst. "Später in diesem Sommer gab es dann einen Deal mit Stuttgart. Ich kann nur sagen, dass ich diese Entscheidung nicht bereue." 


Dass dem belgischen Erstligisten damals ein solch großes Talent durch die Lappen ging, war zu dem Zeitpunkt nicht wirklich abzusehen. Dennoch hätte man ihn nur allzu gerne verpflichtet. "Wir folgen ihm seit seinem 18. und 19. Lebensjahr und waren sofort von seinen Qualitäten beeindruckt. Er liest das Spiel unglaublich schnell und kann auf allen Positionen in der Verteidigung und im defensiven Mittelfeld spielen. Aber wir konnten nicht mit den Millionen, die Stuttgart gezahlt hat, mithalten", so Dury, der vom aktuellen Karriereverlauf des Youngsters mehr als nur beeindruckt ist. "Pavards Entwicklung ist spektakulär."

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Fordert eine stolze Summe für seinen wertvollsten Spieler: Michael Reschke 



Mit seinen Leistungen erhöht Pavard derzeit nahezu täglich seinen Marktwert, was auch VfB-Sportvorstand Michael Reschke in die Karten spielt. Zwar weiß man in Stuttgart, dass man einen Spieler mit seinem Potenzial wohl nicht mehr allzu lange halten wird können - günstig wird der Franzose für einen interessierten Klub dennoch keineswegs. Laut der Schwäbischen Zeitung soll Reschke erst ab einer Ablöse in Höhe von 65 Millionen Euro gesprächsbereit sein, vorher nehme er "den Hörer gar nicht erst ab". 


Eine ​angeblich bereits erzielte Einigung mit dem FC Bayern, über die zuletzt berichtet wurde, dementierte er außerdem. Es deutet somit vieles auf ein Wettbieten mehrerer internationaler Klubs nach Ende der WM hin. Pavards Vertrag im Schwabenland läuft noch bis Sommer 2021.