​Mit sieben Siegen, zwei Unentschieden und einem Remis qualifizierte sich die französische Nationalmannschaft souverän in einer nicht unkomplizierten Quali-Gruppe A vor den Schweden und der Niederlande für die Weltmeisterschaft in Russland.


1984 wurde Frankreich Europameister im eigenen Land, 1998 konnte man dieses Kunststück im Zuge der Weltmeisterschaft wiederholen. Um die Jahrtausendwende zeigten sich Les Bleus besonders erfolgreich: Europameister 2000 bei den Nachbarn Belgien bzw. Niederlande, Confed-Cup-Sieger 2001 und 2003. Doch nach dem zweiten Platz bei der WM 2006 sollte es zehn Jahre dauern, bis man wieder im Finale eines großen Turniers stand. Im EM-Finale 2016 zog man gegen Portugal den Kürzeren. Genau 20 Jahre nach dem letzten Erfolg bei einer Weltmeisterschaft soll in Russland nun der Titel her.


Der Weltmeister und zweifache Europameister gilt in der WM-Gruppe C als klarer Favorit. Doch gilt es, das vorhandene Potenzial abzurufen und es in den Gruppenspielen gegen Australien (16. Juni), Peru (20. Juni) und Dänemark (26. Juni) zu zeigen.

Der Kader der Franzosen für das Turnier ist dem eines Weltmeisters auf jeden Fall schon einmal würdig. Zwischen den Pfosten führt Hugo Lloris das Team mit seinen 31 Jahren und 97 Länderspielen als Kapitän an, während Mandanda (Marseille) und Areola (PSG) als Ersatz zur Verfügung stehen.


Trotz des Ausfalls von Laurent Koscielny stehen Trainer Didier Deschamps diverse hochwertige Optionen in der Defensive zur Verfügung. Mit Raphael Varane (Real Madrid) und Samuel Umtiti (FC Barcelona) werden zwei der besten Innenverteidiger Europas von zwei der besten europäischen Klubs gesetzt sein. Als Linksverteidiger wird Benjamin Mendy, gerade mit Manchester City englischer Meister geworden, auflaufen, während auf rechts Djibril Sidibé vom AS Monaco die besten Karten hat. Mit Rami steht ein erfahrener Routinier, mit Pavard (VfB Stuttgart) und Kimpembe (PSG) zwei weitere talentierte und junge Spieler zur Auswahl.


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Sollte Deschamps auf ein 4-3-3-System setzen, so werden Kanté, Pogba und Matuidi im Mittelfeld erwartet, zumal der Superstar von Manchester United keine äußerst gute Saison hinter sich hat. Damit müssen sich Corentin Tolisso (FC Bayern München) und auch der angeblich von den Bayern gejagte Nabil Fekir (40 Einsätze und 31 Tore als Kapitän von Lyon in der vergangenen Spielzeit) mit einem Bankplatz vergnügen.


Die Offensive ist das absolute Prunkstück der Franzosen, denn hier ist absolute Weltklasse vorhanden. Die Nase vorn haben werden dabei Ousmane Dembélé (FC Barcelona, links), Kylian Mbappé (Paris Saint-Germain, rechts) und im Sturm Top-Star Antoine Griezmann von Atlético Madrid. Sollten diese nicht gewohnt erfolgreich sein, sind Thomas Lemar, Olivier Giroud und Florian Thauvin mehr als ernstzunehmende Alternativen.

Als Spieler war Didier Deschamps mehr als erfolgreich unterwegs: Champions-League-Sieger mit Marseille und Juventus, zudem französischer und italienischer Meister und Welt- und Europameister mit Frankreich. 


Als Nationaltrainer fehlen ihm diese Pokale noch. Bei der EM 2016 reichte es lediglich zu Platz 2. Mit seiner Erfahrung und dem vorhandenen Kader ist ihm der große Coup durchaus zuzutrauen. 


Auch in puncto Quoten zählen die Franzosen zu den Top-Favoriten. Bei einem Tipp auf Frankreich und dem WM-Sieg gibt es das 7,5-fache des Einsatzes zurück. Nur Spanien (7,0), Deutschland (5,5) und Brasilien (5,0) sind besser gesetzt. Doch man muss kein Prophet oder Tippkönig sein, um zu erahnen, dass mit dieser Mannschaft im Normalfall im Verlaufe des Turniers zu rechnen sein wird.