​Beim SC Freiburg liegen die Nerven blank. Nach der 0:1-Pleite im Abstiegskampf beim Hamburger SV, ist der Liga-Dino bis auf fünf Punkte an die Breisgauer herangerückt. Zwar liegt der SCF mit Mainz und Wolfsburg immer noch gleichauf, dennoch herrscht Frust im Breisgau.


"Hoffentlich steigen die ab", wünschte sich Freiburgs-Stürmer Nils Petersen nach der Partie in Hamburg. Zumindest meint die Hamburger Morgenpost gehört zu haben, dass der Freiburger diesen Satz in Richtung HSV-Kabine brüllte. Eine brisante Aussage des Stürmers, der seinen Emotionen kurz nach dem Spiel freien Lauf ließ. Ein Kollege tat es ihm gleich und zerstörte die Tür zur Gästekabine. 

Sportvorstand  Jochen Saier versuchte im Nachhinein, das Verhalten seiner Spieler zu erklären: "Wir waren brutal enttäuscht", so der 40-Jährige gegenüber der BILD-Zeitung. "Ich weiß nicht, was gesagt wurde. Eine gewisse Emotionalität sei erlaubt und uns mit Blick auf die letzten Wochen nachzusehen. Wir suchen keine Alibis."


Vor allem aber mit Blick auf die nächsten Wochen könnten dem SC nun aber schwere Zeiten bevorstehen. Nur noch fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den HSV. Und die "Rothosen" zeigten bereits in der Vergangenheit, dass sie, als totgeglaubt abgestempelt, durchaus überlebensfähig sind. Das Restprogramm der Breisgauer könnte aber schlimmer sein. Das Team von Christian Streich trifft noch auf Gladbach, Köln und Augsburg. Für keines der genannten Teams dürfte es beim Duell noch um etwas gehen. Dennoch muss mindestens ein Sieg her.