Im Grunde galten die Versuche der Verantwortlichen des FC Bayern München, den vermeintlich scheidenden Trainer Jupp Heynckes von einem Engagement über das Saisonende hinaus zu überzeugen, als ziemlich aussichtslos. Zu gefestigt schien die Meinung des 72-Jährigen, ab dem Sommer wieder das Leben des Ruheständlers zu führen. Doch nun sorgen interessante Aussagen des Trainers dafür, dass eine Weiterbeschäftigung realistischer denn je erscheint.


Auf einen möglichen Abgang von David Alaba angesprochen ließ Heynckes im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den Hamburger SV verlauten: "Der Junge hat nur gesagt, dass er sich das vorstellen kann. Wenn man heute piep sagt, kommt danach ein Kanonenschlag."


Und er schloss direkt an: "Ich habe auch nie gesagt, dass ich am 30.06 mein Engagement beim FC Bayern beenden werde.“ Was im ersten Moment noch als Untermauerung zur Alaba-These verstanden werden durfte, wurde von Heynckes wenige Augenklicke nochmals bekräftigt: "Habe ich schon einmal definitiv gesagt, dass ich am 30.06 aufhören werde? Haben sie das schon einmal von mir gehört? Eben“, erklärte Heynckes vielsagend.


Eine Weiterbeschäftigung von Heynckes käme dennoch einer kleinen Sensation gleich. Zuletzt hatten sich zwar diverse Spieler und allen voran ​Uli Hoeneß immer wieder für einen Verbleib des Fußballlehrers stark gemacht, doch wirklich realistisch schien dies nicht. Auf weitere Nachfragen der Reporter ging Heynckes dann auch nicht weiter ein. "Wir arbeiten konzentriert mit der Mannschaft und nur so sind Leistungen wie gegen Freiburg möglich. Für euch ist nur wichtig, wer der neue Trainer wird. Aber das sieht keiner.“