Das alte, wenn auch etwas abgewandelte Sprichwort „Aus der Not eine Jugend machen“ wird beim Hamburger SV dieser Tage gelebt wie selten zuvor. Mit Youngstern wie Jann-Fiete Arp oder Tatsuya Ito wurde zuletzt auch die ​gute, zweite Halbzeit gegen Hannover 96 eingeleitet. Kein Wunder also, dass Trainer Bernd Hollerbach auch in Zukunft auf die freche Unbekümmertheit seiner Nachwuchskräfte setzen wird. Und er hat schon die nächsten Talente im Blick.



Mit Stephan Ambrosius, der normalerweise für die U23 der Hamburger in der Regionalliga Nord zum Einsatz kommt, trainierte am heutigen Mittwoch das nächste Talent bei den Profis mit. Der 19-jährige, der seit 2012 beim HSV diverse Jugendmannschaften durchlief, könnte also schon beim Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund eine Kaderoption sein.


Neben Ambrosius durfte derweil auch U17-Nationalspieler Josha Vagnoman an besagter Einheit teilnehmen. Der talentierte Linksverteidiger kommt in der laufenden Saison der A-Junioren Bundesliga Nord/Nordost auf 13 Einsätze, bei denen er einen Treffer beisteuern konnte. Vagnoman trägt bereits seit 2010 das Trikot des Bundesliga-Dinos.


Jann-Fiete Arp hingegen verpasste das Vormittagstraining. Und dies hat einen ebenso plausiblen, wie erdenden Grund: Arp blieb dem Training fern, da diesmal die Schule Vorrang hatte. Am Gymnasium Heidberg in Langenhorn arbeitet Arp parallel zum Profisport an seinem Abitur.


Gute Nachrichten gab es derweil von Gideon Jung, der nach seinen Rückenproblemen, die einen Einsatz gegen Hannover verhinderten, immerhin eine individuelle Einheit mit Reha-Coach Sebastian Capel absolvieren konnte.