​Willi Orban, seines Zeichens Innenverteidiger und Kapitän einer jungen RB-Mannschaft, trägt die deutsche Kapitänsbinde wie selbstverständlich am Arm. Dabei ist eine wichtige Entscheidung des Mannes, der aus der Jugend des 1. FC Kaiserslautern stammt, noch gar nicht gefallen: für welche Nationalmannschaft will der 24-Jährige in Zukunft auflaufen? Kurios dabei ist, dass Orban gleich mehrere Optionen besitzt.


Geboren wurde der Innenverteidiger nämlich als Vilmos Tamás Orban. Sein Vater stammt aus Ungarn, seine Mutter aus Polen. Folglich wäre Orban für beide Nationen spielberechtigt.

Wie schon erwähnt wäre Orban auch für die deutsche Nationalmannschaft legitimiert, da er schließlich in Deutschland geboren wurde. Dies wäre auch insofern naheliegend, als dass Orban seit 2014 bereits zwei Spiele für die deutsche U-21-Auswahl absolvierte.


U21 Germany v U21 Italy - International Friendly


Das Thema erhielt erst vor kurzem Nahrung, als der polnische Journalist Tomasz Cwiakala einen Tweet absetzte. Dieser beinhaltete Folgendes: "Willi Orban, Leipzigs Kapitän, sagt, dass er nicht wisse, was er machen würde, wenn ihn Nawalka vor Löw anrufen würde. Eine Deadline hat er sich nicht gesetzt." (Quelle: ​Reviersport)


Adam Nawalka ist nebenbei bemerkt der Trainer der polnischen Nationalmannschaft. Wann der 24-Jährige also eine Entscheidung bezüglich seiner Zukunft in der Nationalmannschaft treffen wird, ist fraglich. Falls er sich für ein Engagement für die DFB-Auswahl entscheiden würde, stellt sich natürlich die Frage, wie dieses, bei der bekannten Konkurrenz (Hummels, Boateng, Ginter, Süle, Rüdiger, Höwedes, Mustafi) aussehen würde. 


Somit erscheint eine Entscheidung zugunsten eines anderen Landes, zumindest aufgrund von sportlichen Gesichtspunkten, im Bereich des Möglichen. Wie sich der RB-Kapitän, dessen Entscheidung, die "roten Teufel" für die "Bullen" zu verlassen auf herbe Kritik stieß, abermals entscheiden wird, bleibt abzuwarten.