Weil der HSV-Angriff in diesem Jahr bislang erschreckend harmlos ist, schauen sich die Verantwortlichen nach neuen Stürmern um. In den Fokus geraten sind dabei die beiden Torjäger des 1. FC Nürnberg, Guido Burgstaller und Niclas Füllkrug.


Bislang ist der Sturm des Hamburger SV im Jahr 2016 nicht mal ein laues Lüftchen. Gerade mal drei Treffer gelangen den Stürmern Artjom Rudnevs (2), Pierre-Michel Lasogga (0), Sven Schipplock (0) und Josip Drmic (1). Letzterer wurde von den Borussen aus Mönchengladbach in der Winterpause ausgeliehen und fällt mittlerweile mit einem Knorpelschaden aus, die Saison ist für den Schweizer damit bereits beendet.


Treffsicherer Stürmer im Frankenland


Mit Olic und Rudnevs werden zum Saisonende zudem zwei Offensivkräfte den Verein verlassen, weshalb sich Sportdirektor Peter Knäbel nach neuen Spielern umschaut. Weil sich die finanzielle Lage aber auch in der neuen Saison nicht wesentlich bessert und die Hamburger Geldnöte nach wie vor da sind, wird vor allem in der zweiten Liga nach Verstärkungen gefahndet. Dabei sind vor allem die beiden Nürnberger Torjäger Guido Burgstaller und Niclas Füllkrug in den Fokus geraten.


Burgstaller, der noch einen Vertrag bis 2017 bei den Clubberern besitzt, steuerte in dieser Saison elf Tore sowie acht Assists zum Erfolg seiner Mannschaft bei. Kürzlich wurde er sogar vom österreichischen Nationaltrainer Marcel Koller erstmals seit November 2013 in die ÖFB-Auswahl berufen. Auch Füllkrug überzeugte bislang in dieser Saison mit zehn Treffern und vier Vorlagen. Er hat ebenso wie Burgstaller noch einen Vertrag bis 2017, allerdings besitzt der SV Werder Bremen noch eine Rückkaufoption auf den Stürmer, die bei drei Millionen Euro liegen soll.


Fehlende Planungssicherheit bremst Verhandlungen


Für eine Realisierung der Transfers müssten die Franken jedoch den Aufstieg verpassen, andernfalls ist davon auszugehen, dass der Club im Aufstiegsfall die Verträge der beiden Stürmer verlängern wird. Daher versteifen sich die HSV-Verantwortlichen auch nicht nur auf die beiden Personalien, sondern haben noch weitere Stürmer im Blick. Unter anderem wird auch Bobby Wood von Union Berlin sowie Simon Terodde vom VfL Bochum beobachtet.


Allerdings macht die fehlende Planungssicherheit dem HSV zu schaffen. Solange der Klassenerhalt noch nicht realisiert ist, können noch keine Verträge geschlossen werden. Daher ruhen unter anderem auch die Verhandlungen mit Abwehr-Boss Emir Spahic.

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