3:5-Niederlage: S04 verpennt das Spiel in Düsseldorf- Schalke in der Einzelkritik

Schalke verliert erneut (Archivbild)
Schalke verliert erneut (Archivbild) / Ralf Ibing - firo sportphoto/GettyImages
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Gerade einmal 26 Minuten hatte es gedauert, da lag der FC Schalke beim Auswärtsspiel gegen Fortuna Düsseldorf bereits mit 0:3 zurück. Diejenigen, die den schnellen Rückstand gegen die SV Elversberg für einen Tiefpunkt gehalten haben, mussten sich korrigieren. In der ersten Halbzeit verpasste die Mannschaft von Karel Geraerts im Kollektiv das Spiel. Wäre es möglich gewesen, der Trainer hätte jeden einzelnen seiner Spieler auswechseln müssen.

Weil das aber nun einmal nicht möglich ist, kam es somit 'nur' zu einem Dreifachwechsel nach einer halben Stunde. Dominick Drexler (angeschlagen), Lino Tempelmann und Thomas Ouwejan (machte nach der Auswechslung noch eine Szene) mussten den Platz verlassen. Blendi Idrizi, Tobias Mohr und Paul Seguin kamen ins Spiel.

In der zweiten Halbzeit schaffte Schalke zunächst den Anschlusstreffer - nachdem die mitgereisten Ultras unter den rund 15.000 S04-Anhängern das Stadion bereits verlassen hatten. Düsseldorf erhöhte wenig später auf 1:4, ehe die Gelsenkirchener noch auf 3:4 verkürzen konnten. Ein erfolgreicher Konter der Gastgeber sorgte schlussendlich für den 3:5-Endstand. Schlussendlich ein erneut sehr enttäuschender, aber keineswegs unverdienter Nackenschlag für Schalke.


Eine erste Halbzeit zum Vergessen (Reloaded) - S04 in der Einzelkritik

1. Ralf Fährmann

Fünf Gegentore sind eine Hausnummer. Insgesamt zeigte sich Fährmann sehr unsicher. Als Negativ-Höhepunkt ist das Gegentor zum 0:3 anzusehen, bei dem er durch den Sechzehner irrt, an den Pfosten prallt und den Ball nicht mehr retten kann.

Bewertung: 3/10

2. Henning Matriciani

Es klingt hart, bleibt aber die Wahrheit: Matriciani sollte nicht einmal in die Nähe eines Zweitliga-Stammplatzes kommen. Das hat dieses Spiel erneut untermauert. In der Defensive heillos überfordert, in der Offensive gänzlich ohne Input.

Bewertung: 1/10

3. Tomas Kalas

Obwohl sich die blau-weiße Abwehr erneut extrem anfällig zeigte, war Kalas noch einer der wenigen Schalker, die durchaus eine vernünftige Leistung zeigten. Abseits seines Tores gewann er beispielsweise auch fünf seiner sieben Zweikämpfe.

Bewertung: 6/10

4. Marcin Kaminski

Auch Kaminski erzielte ein Tor, blieb aber deutlich häufiger im Negativ-Fokus, als Abwehr-Kollege Kalas. Zu viele Ballverluste sowie schlichtweg schlechte Szenen bei mehreren Gegentoren.

Bewertung: 3/10

5. Derry Murkin

Murkin bemühte sich zwar und versuchte noch vergleichsweise viel, doch muss auch er auf einen gebrauchten Tag zurückblicken. Von der halbwegs regelmäßigen Souveränität war bei ihm nur selten etwas zu spüren.

Bewertung: 4/10

6. Thomas Ouwejan

Kurzum: Seine Auswechslung nach einer halben Stunde mag hart erscheinen, war aber völlig gerechtfertigt. Sein anschließendes Meckern war absolut unnötig und wird noch für Unruhe sorgen.

Bewertung: 1/10

7. Ron Schallenberg

Bis auf das ein oder andere Foul fiel der defensive Mittelfeldspieler kaum auf - was entsprechend negativ anzusehen ist. Keine Stabilität, weder in Zweikämpfen, noch in Ballbesitz.

Bewertung: 3/10

8. Dominick Drexler

Zeigte sich zunächst noch engagiert, wenngleich nicht erfolgreich, was dann aber auch noch abnahm. Dann erfolgte die frühe Auswechslung durch seine Verletzung.

Bewertung: 3/10

9. Lino Tempelmann

Der zentrale Mittelfeldspieler fand überhaupt nicht ins Spiel. Er lieferte sich zwar weniger klare Fehler als manch anderer, doch kann auch gegen seine frühe Auswechslung kaum argumentiert werden.

Bewertung: 3/10

10. Bryan Lasme

Ein Tor, eine Vorlage und somit zumindest zwei Scorerpunkte für den engagierten Angreifer. Seine Fehler waren weiter existent, aber doch weniger eklatant.

Bewertung: 6/10

11. Kenan Karaman

War er in den vergangenen Wochen stets einer der besten Schalker, gelang Karaman gegen seinen Ex-Klub nur äußerst wenig. Erst in den letzten Spielminuten konnte er sich ab und zu in Szene setzen.

Bewertung: 4/10

Die Einwechselspieler

12. Blendi Idrizi

Mit der frühen Einwechslung hat er durchaus die Chance, sich für mehr Vertrauen zu empfehlen, genutzt. Durch seine Ballsicherheit und das Dribbling konnte Schalke manchen Vorteil ziehen - auch wenn natürlich auch bei ihm einige Fehler vorkamen.

Bewertung: 6/10

13. Tobias Mohr

Eines der weniger schlimmen, aber auch kein gutes Spiel von Mohr. Aus den wichtigen Szenen, etwa den Ecken, machte er insgesamt zu wenig.

Bewertung: 4/10

14. Paul Seguin

Ein gemischtes Fazit: Bei einigen Situation wirkte es, als würde er wieder um einen Bankplatz betteln. In wiederum anderen Aktionen agierte er als wichtiger Ballverteiler. Ein Auftritt, der beide Seiten der Seguin-Medaille zeigte.

Bewertung: 5/10

15. Keke Topp

Brachte in seiner rund halbstündigen Einsatzzeit nochmal etwas frischen Wind in die Partie. Größere Torchancen bekam er allerdings nicht aufgelegt.

Bewertung: 5/10

16. Sebastian Polter

Erst zur 86. Minute eingewechselt und daher

ohne Bewertung


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