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3:1 gegen Salzburg! FC Bayern schon sicher Gruppenerster

Jan Kupitz
Nov 25, 2020, 11:07 PM GMT+1
Lewandowski trifft zum 1:0
Lewandowski trifft zum 1:0 | Alexander Hassenstein/Getty Images
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Der FC Bayern hat seine blütenweiße Weste in der Champions League bewahrt. Gegen Salzburg gab es am Mittwochabend den vierten Sieg im vierten Gruppenspiel - der Rekordmeister steht nicht nur im Achtelfinale, sondern bereits als Gruppensieger fest.

Tore:
1:0 Lewandowski (43.)
2:0 Wöber (52., Eigentor)
3:0 Sane (68.)
3:1 Berisha (73.)

Nach dem müden 1:1 gegen Werder Bremen tat sich der FC Bayern auch gegen Salzburg schwer. Die Österreicher waren im ersten Durchgang das gefährlichere Team und profitierten von einigen Ungenauigkeiten der Münchener. Nach einer Viertelstunde leistete sich Alaba beispielsweise einen fürchterlichen Ballverlust im Spielaufbau, der Salzburg eine Doppelchance einbrachte - Neuer war jedoch auf dem Posten und vereitelte die Gäste-Führung.

Salzburg, das von Marsch hervorragend auf die Partie eingestellt worden war, verwickelte die Münchener in viele Zweikämpfe und ließ Bayern kaum zur Entfaltung kommen. Immer wieder kamen die Roten Bullen zu aussichtsreichen Abschlussmöglichkeiten - die mit Abstand beste Chance vergab Shootingstar Szoboszlai in der 35. Minute, als er frei vor Neuer weit über das Gehäuse schoß.

Und wie das meistens so ist: Wenn man die eigenen Chancen nicht nutzt, wird man von einem Spitzenteam bestraft. Kurz vor dem Halbzeitpfiff legte Lewandowski sehenswert per Hacke auf Müller ab, der noch an Salzburg-Keeper Stankovic scheiterte - Lewy war allerdings zum Nachschuss zur Stelle und staubte zur 1:0-Führung der Gastgeber ab. Das hatte sich weder abgezeichnet noch war es verdient, doch wer fragt da morgen früh noch nach?

Nach dem Pausentee wollte der FC Bayern dann schnell keinen Zweifel aufkommen lassen, dass die drei Punkte in der bayrischen Landeshauptstadt bleiben werden. Coman erzielte sieben Minuten nach Wiederanpfiff das 2:0 - da sein Schuss von Wöber unhaltbar abgefälscht wurde, wertet die UEFA den Treffer offiziell als Eigentor.

Nach 66 Minuten sorgte Roca noch einmal kurzzeitig für spannend. Der junge Spanier, der sich in der Startelf beweisen durfte und insgesamt eine starke Leistung zeigte, holte sich eine dumme und unnötige Gelb-Rote Karte ab, die sein Team für die Schlussphase in Unterzahl brachte. Die Sorgenfalten auf den Stirnen der Bayern-Fans legten sich jedoch schnell wieder, da Sané nur zwei Minuten später per Kopf zum 3:0 traf und für die Vorentscheidung sorgte. Der Rekordmeister war unfassbar effizient.

Salzburg mühte und rackerte sich trotzdem weiter ab, erspielte sich weitere Torchancen - sinnbildlich für das Pech (oder Unvermögen) war die 70. Minute, als Neuer gleich zwei hochkarätige Abschlüsse der Ösis entschärfte und für offene Münder vor den TV-Geräten sorgte.

In der 73. Minute war dann aber auch Neuer machtlos: Nach einer flachen Hereingabe tauchte Berisha mutterseelenallein vor dem Bayern-Tor auf und schob zum Ehrentreffer ein. Ein hochverdientes Tor für die Salzburger, für die an diesem Abend mehr drin gewesen wäre. Da jedoch auch die besten Möglichkeiten liegen gelassen bzw. von Neuer vereitelt wurden, darf sich der FC Bayern über einen 3:1-Heimsieg freuen. Die defensiven Unzulänglichkeiten wird Flick aber dringend aufarbeiten müssen, denn wie schon gegen Werder ließ sein Team viel zu viel zu.

Da Atletico Madrid im Parallelspiel nicht über ein 0:0 gegen Lok Moskau hinauskam, stehen die Münchener bereits nach dem vierten Spieltag als Gruppensieger fest. In den letzten beiden Partien kann Flick seine Stars also verschnaufen lassen.

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