Um für die Rückrunde in Top-Form zu sein: Tigges nutzt WM-Pause für Operation

Henry Einck
Steffen Tigges.
Steffen Tigges. / Lars Baron/GettyImages
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Während sich die meisten Profis in der WM-Pause in den Urlaub begeben, hat FC-Stürmer Steffen Tigges die Zeit für eine Operation genutzt. Grund für den Eingriff war eine lange Zeit unbemerkte Verletzung. In der Rückrunde soll der Stürmer nun voll durchstarten.


Steffen Tigges (24) kam im Sommer als Neuzugang von Borussia Dortmund nach Köln. In den ersten Monaten ist der Stürmer zum Leistungsträger avanciert. In 15 Bundesliga-Spielen kam Tigges in zwölf Spielen zum Einsatz, neun Mal von Beginn an. Die Ausbeute beträgt drei Saisontore. Für die Rückrunde hat sich der Torjäger vor allem eines vorgenommen: mehr Tore.

Wie EXPRESS berichtet hat Tigges in der WM-Pause Sondermaßnahmen vorgenommen, um für die Rückrunde in bester Verfassung zu sein. Der 24-Jährige soll sich kürzlich einer Operation an der Nase unterzogen haben. In dem Eingriff hat sich Tigges einen Nasen-Schiefstand korrigieren lassen. Dem Bericht zufolge soll der Sommerneuzugang dadurch rund 40 Prozent mehr Luft bekommen.

Verletzung lange unbemerkt

Dabei blieb die Verletzung über Monate unbemerkt. Die schiefe Nase entstand wohl bei einem Zweikampf zu BVB-Zeiten, blieb dort aber unbehandelt. Ein Bruch soll nicht vorgelegen haben, Tigges beklagte zudem keine großen Schmerzen. Schließlich rieten ihm die Kölner Ärzte zum Eingriff.

Auf die FC-Vorbereitung hat die Operation für Tigges keinen Einfluss. Der Eingriff soll reibungslos verlaufen sein. Der Stürmer will am Donnerstag (8. Dezember 2022) regulär zum Trainingsauftakt erscheinen. Dann kehren die Kölner Profis nach zwei Wochen Urlaub ins Baumgart-Training zurück. Für Tigges soll selbst das Tragen einer Maske nicht notwendig sein.

Fehlende Konstanz

Sport-Geschäftsführer Christian Keller (43) zog bei seinem Sommerneuzugang Bilanz. "Er hat in manchen Spielen gezeigt, dass er sehr solides Bundesliga-Niveau spielen kann. Das schafft er aber noch nicht konstant", ordnet Keller ein. Gleichzeitig betont er, dass die Stabilisierung auf höchstem Niveau ein normaler Prozess sei.

Trainer Baumgart wolle mit Tigges für die Rückrunde an zwei konkreten Baustellen arbeiten: die Intensität und das taktische Verständnis. "Sein größtes Adaptionsfeld aus körperlicher Sicht ist die Intensität über 90 Minuten. Er arbeitet extrem viel gegen den Ball. Mit dem Ball fehlt ihm aber oft noch die Stabilität und die Kraft, dann auch noch sauber in den Aktionen zu sein", erklärt Keller. Außerdem müsse er daran arbeiten, das Zentrum besser zu halten, um seine Stärken im Strafraum noch mehr einzusetzen.


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