1. FC Köln

"Morgen können wir gut mit dem Punkt leben": Stimmen zu Kölns 1:1-Remis in Nizza

Yannik Möller
1. FC Köln
1. FC Köln / NICOLAS TUCAT/GettyImages
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Das Spiel zwischen dem 1. FC Köln und OGC Nizza wurde von den Fan-Randalen zwar überschattet, doch fand es schlussendlich noch statt. Die Stimmen zum 1:1-Remis in der Conference League.


So sehr sich der Verein zum Ende der letzten Saison über den Einzug in die Conference League und damit in einen europäischen Wettbewerb auch gefreut hat, so düster und mit Fremdscham belastet war das erste Spiel der Kölner in diesem Wettbewerb.

Die gewaltsamen Fan-Ausschreitungen, die offenbar über 30 Verletzte sowie diverse Ermittlungen nach sich gezogen haben, überschatteten selbstverständlich die rund eine Stunde nach hinten verschobene Partie. Die Gäste aus der Bundesliga waren in der 19. Minute durch Steffen Tigges in Führung gegangen. In der zweiten Hälfte glich Nizza durch Andy Delort zum 1:1-Endstand aus.


1:1 nach Fan-Eskapaden: "Nicht einfach, den Fokus wieder auf Fußball zu richten"

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Steffen Tigges nach seinem Führungstreffer / NICOLAS TUCAT/GettyImages

"Das Spiel war relativ ausgeglichen", zeigte sich Torschütze Tigges nach Abpfiff durchaus zufrieden mit dem Unentschieden (via General Anzeiger). Sein Fazit: "In der zweiten Hälfte haben wir viel Druck gegen uns und wenig Entlastung gehabt. Wenn wir morgen aufstehen, können wir mit dem Punkt sicher gut leben."

Seinen Treffer bezeichnete er als einen "super Angriff, wie wir ihn auch oft trainieren". Den erreichten Punkt verdanke man auch dem Keeper, so Tigges: "Marvin [Schwäbe] hat uns mehrfach mit starken Paraden vor einem Rückstand bewahrt. Wie sich die Mannschaft dagegengestemmt hat zeigt, welche Qualität im Team steckt."

Torhüter Schwäbe war der Meinung, "dass wir sehr gut gespielt und sehr gut dagegengehalten haben". Man habe das Spiel grundsätzlich so angehen können, wie es auch geplant war. "Am Ende können wir mit dem Punkt zufrieden sein. Rundum ein sehr gelungener Auftakt", zeigte er sich zufrieden.

Dazu lobte er den Teamgeist und wie die Mannschaft mit der unklaren Lage vor Anpfiff umgegangen sei: "Anstrengend war, dass das Spiel eine Stunde später angepfiffen wurde und wir kurz nicht wussten, wie oder wann es weitergeht. Aber wir haben es dann ganz gut gemacht."

Jan Thielmann hingegen haderte etwas mit den Chancen aus der ersten Halbzeit, die dem Effzeh womöglich einen anderen Spielverlauf hätten bescheren können. "Ich glaube, in der ersten Hälfte müssen wir höher führen. In der zweiten Hälfte hatte Nizza das Chancenplus", resümierte der 20-Jährige.

"Die Temperaturen hier, das intensive Spiel mit dem hohen Pressing, da ist es natürlich immer schwierig, das Tempo die ganze Zeit aufrechtzuhalten", so Thielmann weiter.

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Co-Trainer Pawlak betreute das Effzeh-Team / NICOLAS TUCAT/GettyImages

Einen noch größeren Fokus auf die Ereignisse und Ausschreitungen vor dem Spiel hatte Co-Trainer André Pawlak, der den gesperrten und auf der Tribüne sitzenden Steffen Baumgart am Spielfeldrand vertreten musste. "Es fehlen einem fast die Worte über das, was vor dem Spiel vorgefallen ist", zeigte er sich fassungslos.

"Es war nicht einfach, den Fokus wieder auf den Fußball zu richten. Wir haben der Mannschaft gesagt, dass jeder mal in sich reinhören soll. Wir haben uns im Vorfeld so auf diese Partie gefreut. Das wollten wir wieder in den Vordergrund schieben", erklärte er, wie das Team wieder den Fokus für die Partie fand.

Schlussendlich habe man "bei einer starken Mannschaft eine Top-Leistung gezeigt und Nizza Paroli geboten", fasste er ein positives Fazit. "Das Ergebnis ist meiner Meinung nach gerecht. Wir haben mutig gewechselt und sind weiter drangeblieben. Dass Nizza über eine hohe individuelle Qualität verfügt, ist klar."


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