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1. FC Köln: Jakobs erklärt Blitz-Gegentor - Gisdol vermisst Zweikampfstärke im Zentrum

Oct 24, 2020, 10:14 AM GMT+2
Gisdol musste den frühen vermeidbaren Rückstand hinnehmen
Gisdol musste den frühen vermeidbaren Rückstand hinnehmen | Pool/Getty Images
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Zum Start des 5. Spieltags teilten sich der VfB Stuttgart und der 1. FC Köln die Punkte. Für den Effzeh war das Remis im Prinzip zu wenig. Das Team von Trainer Markus Gisdol musste einen unnötigen frühen Rückstand aufholen.

Neun Gegentreffer fingen sich die Rheinländer in dieser Saison ein. Bei fünf eigenen Toren wird deutlich, dass eine bessere Defensive so manchen Punktverlust in der Zukunft verhindern könnte. Gegen den VfB fing sich Köln schon nach 24 Sekunden den ersten Gegentreffer.

Youngster Ismail Jakobs konnte das bittere Blitz-Tor zumindest konkret begründen. "Wir dürfen bei dem frühen Gegentor nicht so hoch attackieren, wir haben unsere Anlaufhöhe nicht eingehalten", so der Flügelspieler laut dem geissblog.köln.

Gisdol fordert Aggressivität im Mittelfeldzentrum

Unter dem Strich war es vor allem diese kollektive Unaufmerksamkeit, die den Geißböcken ein besseres Resultat kostete. "Im Endeffekt geben wir das Spiel in 24 Sekunden aus der Hand." Immer mehr kristallisiert sich vor allem das Mittelfeldzentrum als Defensiv-Schwachpunkt heraus. Auch Angreifer Sebastian Andersson ist sich darüber im Klaren. "In der ersten Halbzeit waren wir teilweise zu offen, wie auch beim Gegentor."

Der aktuell verletzte Führungsspieler Jonas Hector wird im Mittelfeld schmerzlich vermisst. Dies sieht auch Gisdol so: "Natürlich sieht man auf der Position von Jonas Hector, dass wir im Zweikampfverhalten aktuell nicht gut genug sind, nicht entschlossen genug, nicht hart und konsequent genug. Das tut dir im Spiel weh. Das müssen wir besser machen.“

Nach der Pause wurden die Abstände kleiner, weil Trainer Markus Gisdol seine Mannschaft noch einmal neu ordnete. Dennoch brauchte es erneut einen Rückstand, um die Mannschaft aufzurütteln. "Nach einem unglücklichen Start, der mich ärgert, habe ich das Gefühl, dass wir in jedem Spiel einen Hallo-wach-Effekt brauchen", so der Übungsleiter.

Stuttgart wurde im Zentrum oft nicht genug gestört
Stuttgart wurde im Zentrum oft nicht genug gestört | DeFodi Images/Getty Images

Auch offensiv gelang den Kölnern mehr, ein Sieg wäre nicht unverdient gewesen. Insgesamt traut Gisdol seiner Mannschaft in den kommenden Wochen mehr zu, denn bei vielen Spielern sei eine aufsteigende Form zu erkennen. Ob das gegen den FC Bayern für einen Punkt genügen wird, werden wir dann sehen.

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