Potenzieller Schultz-Nachfolger: 1. FC Köln flirtet mit KSC-Coach Eichner

Steigt der 1. FC Köln in die 2. Bundesliga ab, ist das Aus von Cheftrainer Timo Schultz (wohl) besiegelt. Als möglicher Nachfolger wird KSC-Erfolgscoach Christian Eichner gehandelt.
Christian Eichner gilt als Trainer-Kandidat in Köln
Christian Eichner gilt als Trainer-Kandidat in Köln / Oliver Hardt/GettyImages
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Das Bundesliga-Heimspiel gegen Union Berlin am kommenden Samstagnachmittag stellt für den 1. FC Köln ein waschechtes Endspiel dar. Nur ein Sieg würde dem Effzeh am letzten Spieltag in Heidenheim noch rechnerische Chancen auf den Klassenerhalt wahren. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage gegen die Köpenicker, die derzeit sechs Punkte vor den Kölnern in der Tabelle rangieren, wäre der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte in die 2. Bundesliga besiegelt - und damit dann wohl auch das Aus von Cheftrainer Timo Schultz, dessen Vertrag nur bei Klassenerhalt per Option verlängert wird.

Für diesen - nicht unwahrscheinlichen - Fall des Endes der Zusammenarbeit mit Schultz hat in der Domstadt schon jetzt die Suche nach einem potenziellen Nachfolger begonnen. Einer der Kandidaten soll dabei Karlsruhe-Coach Christian Eichner sein. So berichtet zumindest die Sportbild am Mittwoch, dass sich der 1. FC Köln bereits nach dem 41-jährigen Sinsheimer erkundigt habe.

Christian Eichner hat den KSC zum Zweitliga-Topteam entwickelt
Christian Eichner hat den KSC zum Zweitliga-Topteam entwickelt / Christian Kaspar-Bartke/GettyImages

Eichner beim KSC: Vom Abstiegskampf zum Spitzenteam

Eichner übernahm den Karlsruher SC Anfang Februar 2020 zunächst als Interimstrainer auf Abstiegsplatz 17 und schaffte am Saisonende noch den Klassenerhalt. Er wurde zum Cheftrainer befördert und entwickelte die Nordbadener seither nicht nur zum gefestigten Zweitliga-Klub, sondern in diesem Jahr auch zu einer Spitzenmannschaft. In der Rückrundentabelle liegt der KSC auf Platz eins, einzig ein schleppender Start in die laufende Saison verhinderte ein Mitwirken im Aufstiegsrennen.

Trotz der bärenstarken Rückrunde 2023/24 hat der Karlsruher Sportclub aber noch keine konkreten Gespräche über eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit Eichner aufgenommen. Der Kontrakt des ehemaligen Linksverteidigers läuft nur noch ein Jahr bis zum 30. Juni 2025. Die Sportbild berichtet zudem von einer bestehenden Ausstiegsklausel in Eichners Vertrag, die bei rund einer Million Euro liegen soll. Von dieser könnte Köln Gebrauch machen. Eine gemeinsame Vergangenheit besteht jedenfalls schon: Der 41-Jährige spielte zwischen 2011 und 2013 zwei Saisons im Trikot des Effzeh.

Christian Eichner (re.) spielte selbst schon für den 1. FC Köln
Christian Eichner (re.) spielte selbst schon für den 1. FC Köln / PATRIK STOLLARZ/GettyImages

1. FC Köln braucht Klarheit in der Chefetage

Bevor sich Köln jedoch ernsthaft mit einer Rückholaktion Eichners beschäftigen kann, muss neben der sportlichen Lage im kommenden Jahr auch erst Klarheit an der Spitze des Vereins geschaffen werden. Geschäftsführer Christian Keller steht dort mächtig in der Kritik und könnte seinen Posten im Falle des Zweitliga-Abstieges verlieren. Solange keine Planungssicherheit herrscht, kann auch kein neuer Trainer verpflichtet werden. Doch die Kölner sollten gewarnt sein, denn auch anderen Vereinen wie dem Watford FC und den Young Boys wird Interesse an Eichner nachgesagt, sollte dieser nicht ohnehin noch beim Karlsruher SC verlängern.  


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