Lange ist es nicht mehr, bis Bundestrainer Julian Nagelsmann und das DFB-Team die Mission Weltmeister in den USA, Kanada und Mexiko angehen. Nur noch knapp drei Monate sind es bis zum Beginn der WM.
Entsprechend wichtig sind die anstehenden Länderspiele gegen die Schweiz und Ghana, bei denen es für das DFB-Team darum geht, sich mit einer möglichen WM-Startelf schon einmal einzuspielen – umso ärgerlicher, dass mit Felix Nmecha als auch Aleksandar Pavlovic gleich beide potenziellen Starter im defensiven Mittelfeld ausfallen. Rückt Joshua Kimmich angesichts der Verletzungsmisere jetzt wieder zurück auf die Sechs?
Kimmich mit deutlichen Ansagen
Nein. Diesen Spekulationen erteilte der 32-Jährige auf der Pressekonferenz am Dienstag eine deutliche Absage. "Nein. Ich bin überzeugt, dass ich meine Qualitäten und Stärken als Rechtsverteidiger genauso gut einbringen kann wie im Mittelfeld", erklärte Kimmich.
"Wir zählen nicht zu den Top-Favoriten, weil wir in den vergangenen Turnieren nicht abgeliefert haben. Aber wenn es losgeht, interessiert niemanden mehr, was vor vier oder acht Jahren war."Joshua Kimmich
Gleichzeitig betonte der Kapitän, wie wichtig die Vorbereitung und die gemeinsame Zeit für die Gruppe sei – und nahm dabei gleich alle seine Mitspieler in die Pflicht. "Ich erwarte, dass sich jeder dem großen Ganzen mit 100 Prozent hingibt und sich reinwirft. Wir sind davon abhängig, dass alle gesund und bereit sind, in eine gute Form kommen. Das Wichtigste ist, dass wir alle Mann an Bord haben. Wir haben die Chance, noch besser zusammenzuwachsen", betonte der 32-Jährige.
Das sei wichtig, da man laut Kimmich " nicht zu den Top-Favoriten" gehöre, weil, man "in den vergangenen Turnieren nicht abgeliefert" hätte. "Aber", sagt der Routinier: "Wenn es losgeht, interessiert niemanden mehr, was vor vier oder acht Jahren war."
Nicht zu weit vorausblicken
Dabei will Kimmich aktuell allerdings noch gar nicht auf das Turnier blicken – sondern vielmehr von Tag zu Tag. "Wir müssen uns auf das konzentrieren, was unmittelbar bevorsteht. Wir können uns jetzt noch nicht auf die WM konzentrieren – dafür wird der Kader dann vielleicht schon wieder ein bisschen anders aussehen", betonte der Münchner.
In der Tat könnte sich der Kader bis zur WM noch etwas verändern, insbesondere Said El Mala, der aktuell nur auf Abruf nominiert ist, drängt in den Kader. Zudem stehen weitere kleine Entscheidungen noch aus.
Wichtig sei aktuell daher nur, dass man gegen die Schweiz und Ghana "zwei positive und gute Spiele" hinlege, sagte Kimmich abschließend. Dann würde man nämlich mit einem guten Gefühl in das Saisonfinale gehen und anschließend auch mit einem besseren Grundgefühl zur WM aufbrechen.
