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Polanski verzweifelt an der Fohlenelf – auch Reitz nach Pleite beim FCA ohne Erklärung

Enttäuschte Gesichter bei der Borussia aus Mönchengladbach
Enttäuschte Gesichter bei der Borussia aus Mönchengladbach | picture alliance/GettyImages

Hinterher muss man sich fragen, wie schwach Borussia Dortmund am vergangenen Wochenende tatsächlich aufgespielt hat, um Borussia Mönchengladbach so gut aussehen zu lassen. An diesem Spieltag verfiel die Fohlenelf direkt wieder in alte Muster und zeigte bei der 1:3-Niederlage gegen den FC Augsburg wieder das Gesicht, das sie über weite Strecken der Saison in Abstiegsangst gehalten hatte.

Giovanni Reyna war in der Nachspielzeit noch der Ehrentreffer gelungen, ansonsten standen drei klare Gegentore bei einer erneut viel zu harmlosen Offensive zu Buche. Ein weiterer Rückschlag für die Borussia und auch für Eugen Polanski.

Reitz ringt um Erklärungsversuche – Wiedergutmachung beim letzten Heimspiel?

"Wir haben leider alles vermissen lassen", fasste Rocco Reitz mit seinem ersten Satz nach dem Spiel direkt alles bündig zusammen (via Bild). "Wir haben vorne zu wenig Bewegung gehabt, gar kein Tempo. Und defensiv haben wir zu wenige direkte Duelle gewonnen, gefühlt keine zweiten Bälle erobert. Und wir waren häufig einfach einen Schritt zu spät", führte der erneut als Captain aufgetretene Mittelfeldspieler aus. Dazu sprach er von einer "verdienten Niederlage".

"Mir fehlt auch jegliche Erklärung, warum wir den Schwung aus dem Dortmund-Spiel nicht mitnehmen konnten", zeigte sich Reitz zudem ratlos über den fehlenden Boost aus der Vorwoche. Umso wichtiger sei es nun, am letzten Spieltag mit dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim "ein positives Gefühl zum Saisonabschluss [zu] schaffen". Der 23-Jährige, der sich mit diesem Spiel dann auch zu RB Leipzig verabschieden wird, betonte: "Wir wollten nochmal punkten und definitiv eine andere Einstellung an den Tag legen."

Enttäuschter Polanski verzweifelt an seiner Mannschaft – Schröder will Charakterstärke schärfen

Für Polanski könnte es dann schon zu spät sein. Der Cheftrainer der Borussia steht dem Vernehmen nach längst unter genauer Beobachtung, ein Treuebekenntnis gab es von Rouven Schröder bereits in den letzten Wochen nicht mehr. Stattdessen wird auf die Analyse verwiesen, die mit dem Abschluss der Saison stattfinden und dann entsprechende Entscheidungen liefern soll.

"Das ist doch jetzt schön gewesen, zwei Spieltage zu haben, an denen wir einfach befreit Fußball spielen können. Genau diese Leistung von Dortmund abzurufen, nach vorne zu spielen, mutig zu sein, zu attackieren und Duelle zu gewinnen – all das haben wir vermissen lassen", zeigte sich der Coach sehr enttäuscht (via Rheinische Post). Das sei auch ein Aspekt, den er "nicht so ganz verstehen kann bei der Mannschaft".

Eine "Gier auf Erfolg" und der Wille, für jeden Gegner unangenehm zu sein, sei nicht vorhanden gewesen. Im Gegenteil: Seine Mannschaft sei in dieser Partie "sehr angenehm für den Gegner" gewesen.

FC Augsburg v Borussia Mönchengladbach - Bundesliga
Eugen Polanski | EyesWideOpen/GettyImages

Schröder kündigte derweil schon an, auch durch Transfers zur nächsten Saison etwas an der Charakterstärke der Mannschaft feilen zu wollen. "Das wird sicherlich auch ein Thema in diesem Sommer sein, und wir werden versuchen, dahin gehend gute Entscheidungen zu treffen", so der sogenannte 'Head of Sports'.

Schröder beklagte auch das zuweilen sehr schwache Zweikampfverhalten. "Das kann man anders regeln. Das ist für mich absolut unverständlich, wenn wir etwas erreichen und Dinge untermauern möchten, dann müssen solche Zweikämpfe gewonnen werden. Das haben wir heute nicht gemacht und das war für mich exemplarisch", ärgerte sich der 50-jährige Manager.


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