Polanski sieht "sensationell gute" Leistung: Gladbach-Frust über Rhein-Remis

Gladbach ärgerte sich mehr über die Punkteteilung gegen Leverkusen, als dass man sich freute. Eugen Polanski hätte sich gerne über einen seiner Ansicht nach verdienten Heimsieg gefreut.
Eugen Polanski
Eugen Polanski / Rene Nijhuis/MB Media/GettyImages
facebooktwitterreddit

Vor dem Anpfiff hätten wohl die allermeisten, die es mit Borussia Mönchengladbach halten, ein 1:1-Unentschieden unterschrieben. Aufgrund der Form der vergangenen Wochen machte eher die Sorge vor einer deutlichen Heimniederlage gegen Bayer Leverkusen die Runde, als die Vorfreude und die Lust auf einen Dreier.

Nach dem 1:1-Remis vom Samstagabend zeigte sich Eugen Polanski aber nicht wirklich zufrieden mit dem einen Punkt. "Wir werden uns über den Punkt heute mehr ärgern als freuen - und das sagt sehr viel über unsere Leistung aus", so der Cheftrainer der Borussia (via Rheinische Post).

Polanski sieht sogar eine "sensationell gute" Leistung der Fohlenelf

"Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, haben das Spiel in dieser Phase mit und gegen den Ball bestimmt. Die Positionierung war sehr gut, die Passqualität hoch, die Intensität ebenfalls, und wir hatten wenige Probleme", fasste Polanski zusammen. Nach der frühen Führung in der zehnten Spielminute durch Yannik Engelhardt konnte der gute Start ins Spiel aber nicht für einen Nachschlag genutzt werden. "Stattdessen bekommen wir ein Gegentor, das man wahrscheinlich nur kassiert, wenn man gerade in so einer Situation ist wie wir", ärgerte sich Polanski über den Gegentreffer, der auch nur den Weg zwischen die Borussia-Pfosten und an Moritz Nicolas vorbei fand, weil der Schuss durch Philipp Sander unhaltbar abgefälscht wurde.

In der Halbzeitpause habe er seiner Mannschaft deshalb auch gesagt, dass es in diesem Spiel einen Sieger geben werde, wenn sie so weiterspielt. "Davon war ich überzeugt, weil diese Leistung für drei Punkte hätte reichen müssen", führte Polanski aus.

Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen
Kevin Stöger und Exequiel Palacios mussten zwischenzeitlich getrennt werden / picture alliance/GettyImages

Stattdessen wurde Leverkusen stärker, weil sie organisierter und schneller kombinierten. Zur Hälfte der zweiten Halbzeit habe sein Team aber "wieder den Switch hinbekommen", blickte Polanski auf diese stärkere Phase der Gäste. Schlussendlich stand jedoch eine durchaus gerechte Punkteteilung, wenngleich die Fohlenelf die drei Punkte gerne im Borussia-Park behalten hätte.

In der nach wie vor angespannten Tabellensituation war dieser Punkt natürlich kein Befreiungsschlag, höchstens ein kleines Aufflimmern. Für einen tatsächlichen Befreiungsschlag, so Polanski, "bräuchte es eine Serie" im weiterhin engen unteren Tabellenmittelfeld. Dennoch versuchte er aus diesem Auftritt seiner Mannschaft wieder etwas Mut und Selbstvertrauen zu schöpfen. Dahingehend sprach der Coach sogar von einer "sensationell guten" Leistung seines Teams.


Weitere Nachrichten rund um die Borussia:

feed