Der Preis für das Bundesliga-Team mit der ersten Krise der Saison geht eindeutig an Borussia Mönchengladbach. Die Fohlen brauchten nur zwei Spieltage, um nicht nur einen, sondern direkt mehrere Brandherde zu haben.
Trainer Eugen Polanski steht nach den Niederlagen gegen RB Leipzig und die SV Elversberg schon von außen unter Druck, dazu schlug das Frust-Interview von Tim Kleindienst hohe Wellen – Kritik am Kapitän inklusive.
Polanski fest im Sattel
Laut der Bild haben die Verantwortlichen der Borussia aus dem Fehlstart jetzt ihre Lehren gezogen. Dabei wird in jedem Fall mit Polanski weitergemacht, der 40-Jährige soll intern nämlich gar nicht so kritisch beäugt werden, stattdessen liege das Hauptaugenmerk hier auf den Spielern.
Sportchef Rouven Schröder erklärt: "Wir wünschen uns, dass jeder mehr Verantwortung dem Ergebnis gegenüber übernimmt. Wir möchten uns für die Dinge, die wir gut machen, belohnen. Im Endeffekt haben wir null Punkte und das muss uns maßlos stören, deswegen waren wir alle so geschockt. Da liegt es jetzt in der Verantwortung, die individuellen Fehler abzustellen, denn die waren es, keine mannschaftstaktischen Fehler. Da liegt es an jedem Einzelnen, auch im Sinne der Gruppe."
Statt dem Trainer macht der 50-Jährige also vor allem die Mannschaft für den Fehlstart verantwortlich und nicht Polanski bzw. seine taktischen Entscheidungen.
Talente weiter im Fokus
Gleichzeitig soll trotz der Kleindienst-Kritk weiterhin in großem Umfang auf Talente gesetzt werden. Mathieu Nguefack, Wael Mohya und die weiteren Youngstars bekommen von Schröder und Polanski Rückendeckung, sie sollen auch in den kommenden Spielen eine wichtige Rolle einnehmen.
"Wir sagen, wir wollen immer mutig sein und junge Spieler fördern. Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass ein Spieler, der das erste Mal spielt, fehlerfrei in der Bundesliga spielt. Es geht darum, dass man auch stolz darauf ist, dass sie es so mutig spielen und die Fehler im besten Fall nie wieder machen, auch mit der Unterstützung der erfahrenen Spieler. Es gibt keine Alternative, wir wollen diesen Weg so gehen, deswegen werden wir die jungen Spieler weiter immer wieder einbinden. Und davon gibt es mehrere", erklärte Polanski.
Endlich ein meinungsstarker Kapitän?
Apropos Kleindienst: Auch zu dieser Personalie äußerte sich das Duo. Dabei war der Tenor, dass der 31-Jährige auch in Zukunft verbal auf den Tisch hauen soll. Polanski und Schröder wollen einen meinungsstarken Kapitän.
Für Schröder ist klar, dass Kleindienst in Zukunft genauso weiter auftreten soll: "Wir waren alle total enttäuscht und es ist ganz klar, dass wir Tim genauso haben wollen. Dass er sich äußert, vorangeht und emotional ist – das haben wir im letzten Jahr alle vermisst. Wir möchten definitiv, dass er den Finger in die Wunde legt, da gibt es auch keinen Maulkorb oder Sonstiges."
Ob das neue Konzept Früchte trägt, wird man am Samstag gegen Freiburg sehen. Klar ist aber auch: Geht diese Partie ebenfalls verloren, dann wird es noch ungemütlicher im Borussia-Park werden.
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