Polanski-Forderung an seine Mannschaft: Was der Gladbach-Coach jetzt sehen will
Von Leonard Schmidt

Gegen Augsburg zündete Borussia Mönchengladbach noch mit vier Treffern ein kleines Offensiv-Feuerwerk. In den vergangenen vier Spielen kam davon allerdings kaum etwas an. Mit einer Tordifferenz von 2:9 wirkt der Trend beunruhigend, vor allem, weil Gladbach in vielen Phasen zu selten wirklich zwingend wurde.
Genau gegen diese Entwicklung positionierte sich Trainer Eugen Polanski nun deutlich: "Ich habe der Mannschaft gesagt, dass unser Fußball nicht nur Fehlervermeidung sein darf. Es darf nicht die Angst im Vordergrund stehen, etwas zu verlieren. Mein Team kann sehr viel, aber wir müssen die sich bietenden Räume dann auch nutzen", wird er von der Bild zitiert.
Ist Leverkusen dafür der geeignete Gegner?
Der Wunsch nach mehr Mut ist aus Gladbacher Sicht nachvollziehbar, doch der nächste Gegner ist ein anspruchsvoller Gradmesser. Leverkusen kommt mit neun Treffern aus den letzten drei Spielen und wirkt offensiv wieder deutlich gefährlicher.
Trotzdem sieht Polanski ausgerechnet in diesem Duell eine Chance, die Wende einzuleiten: "Wir können zwar auch mal auf Konter spielen, aber die Balance muss stimmen. Wir dürfen nicht nur Fußball verteidigen, die Spieler sollen ihren Nebenleuten vertrauen, auch Dinge von ihnen einfordern. Leverkusen ist ein bockstarkes Team, das aber auch einiges anbietet. Aber dann müssen wir da sein und das auch nutzen!"
Gladbach soll nicht klein aufspielen
Trotz der schwierigen ersten Saisonphase stellt Polanski hohe Ansprüche an sein Team: "Wir haben es zwar geschafft, als echtes Team wahrgenommen zu werden, aber ich hätte auf jeden Fall gern mehr Punkte geholt. Und es ist klar, dass wir uns spielerisch verbessern und entschlossener auftreten müssen!"
Damit ist die Richtung klar. Auch wenn die Krise zu Saisonbeginn inklusive Tabellenplatz 18 am achten Spieltag überwunden wurde, will Gladbach die Spielzeit nicht einfach in der Tabellenmitte austrudeln lassen. Stattdessen soll der Blick wieder nach vorne gehen. Zumal ein einstelliger Tabellenplatz aktuell genauso nah ist wie der Relegationsrang.
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